WSG Wattens 1930 - 2016

Unser Fußballverein wurde im Jahre 1930 als SC Wattens mit den Farben grün-weiß gegründet und spielte damals in der zweiten Tiroler Landesliga, Gruppe Unterland. 23 Jahre später gelang als SV Wattens der erste Tiroler Landesmeister und damit der Aufstieg in die damals zweitklassige Arlbergliga.

14 Jahre lang dauerte es in der zweithöchsten Spielklasse, die 1960 in Regionalliga West umbenannt wurde, bis zum nächsten Meistertitel in der Saison 1967/68. Dieser bedeutete den direkten Aufstieg in die Nationalliga – die damals höchste Liga in Österreich.

 
 

Goldene Ära dank Gernot Langes

Am 7. Juli 1967, also ein Jahr vor dem Aufstieg, wurde der FC Wattens zur WSG Swarovski Wattens und Gernot Langes wurde Obmannstellvertreter. In der darauffolgenden Saison stieg die Mannschaft von Trainer Fritz Pfister mit Spielern wie Jud, Perktold, Schuster, Santek, Leutgeb, Rinker, Stanger, Kiss, Niederstätter, Taschwer, Hafner und Kirchler in die Nationalliga auf. Damals eine Sensation, dass ein Dorfklub - Wattens hatte damals rund 6.000 Einwohner - zu den besten Mannschaften Österreichs zählte. 

Nach dem Aufstieg in die Nationalliga wurde das Team der WSG Swarovski Wattens verstärkt. Hattenberger, Langruber, Wizemann und vor allem Nationalspieler Redl sorgten für ein volles Stadion und letztendlich auch für den Klassenerhalt im ersten Nationalligajahr. „In diesem ersten Jahr haben wir gegen alle großen Wiener Vereine gewonnen“, erinnert sich Adi Jud gerne an die glorreiche Zeit zurück. 

Mit Bundestrainer Edi Frühwirth wurde im zweiten Jahr ein Startrainer verpflichtet. Weitere Neuzugänge wie Küppers (Nürnberg), Siber (Offenbach), Skocik (Rapid), Kordesch oder Friedl Koncilia erreichten am Ende den ausgezeichneten 7. Tabellenplatz.

In der letzten Nationalliga-Saison vor der Fusion mit dem FC Wacker erreichte die WSG Swarovski Wattens den 8. Tabellenplatz. Der FC Wacker Innsbruck wurde in diesem Jahr erstmals Österreichischer Fußballmeister. 

F.C. Wattens Herbstmeisterschaft 1937
Gernot Langes mit seinem Vater Giselher Langes (links), 1952 Obmann beim FC Wattens, und Sektionsleiter Erich Mitterer
Gernot Langes mit seinem Vater Giselher Langes (links), 1952 Obmann beim FC
Wattens, und Sektionsleiter Erich Mitterer
 
 

Erfolgreiche Jahre der Fusion

Die siebziger Jahre wurden unter maßgeblicher Beteiligung der WSG Swarovski Wattens und damit von Gernot Langes zur goldenen Ära in der Vereinsgeschichte.

Küppers, Kordesch, die Koncilias, Skocik, Rinker, Kastner, Gombasch und Hattenberger wechselten von Wattens nach Innsbruck und holten für die SPG Swarovski Wacker Tirol den Meistertitel. Im Jahr darauf gelang der Mannschaft sogar das Double, das 1975 wiederholt werden konnte. In diesem Jahr und 1976 wurde der Mitropacupsieg nach Innsbruck geholt. Nach dem erneuten Meistertitel 1977 folgten zwei Cupsiege, 1979 aber gleichzeitig auch der Abstieg in die zweite Division.

Von 1979 bis 1886 bestand die Spielgemeinschaft weiter. Während die Mannschaft in Innsbruck in der obersten Liga keine großen Erfolge feierte, gelang der WSG Wattens 1981/82 der Aufstieg in die zweite Division. Wattens konnte sich bis zur Einführung des Play-Off-Systems1985 in der 2. Division halten und scheiterte in der Regionalliga West als Vizemeister 1986, 1988 nur knapp am Wiederaufstieg, ehe dieser eine Saison später gelang. In dieser Zeit spielten unter anderem Robert Wazinger und Roland Kirchler, die später zum mittlerweile gegründeten FC Swarovski Tirol gingen und auch in der Nationalmannschaft zum Einsatz kamen. Wattens hielt sich diesmal bis 1994 in der zweiten Spielstufe, nach nur einem Jahr in der Regionalliga, meldete sich der Verein jedoch mit dem sofortigen Wiederaufstieg zurück. Mit der Zweitligareform von 1998 kam erneut der Gang in die Regionalliga West. Es folgte der fast obligatorische Wiederaufstieg nur eine Saison später. Die Tiroler hielten sich nun bis 2001 in der zweiten Spielklasse.

 
 
Die Mannschaft der neu gegründeten WSG Swarovski Wattens schaffte 1967/68 nach dem Gewinn der Arlbergliga den Aufstieg in die höchste Spielklasse - damals die Nationalliga.
Die Mannschaft der neu gegründeten WSG Swarovski Wattens schaffte
1967/68 nach dem Gewinn der Arlbergliga den Aufstieg in die höchste
Spielklasse - damals die Nationalliga.
 

WSG rettet Innsbrucker erneut

Nach dem Abstieg 2001 wurden die Karten im Tiroler Spitzenfußball erneut neu gemischt. Es wurde eine Kooperation mit dem FC Tirol vereinbart. Ausschlaggebend dafür, dass diese Kooperation nur ein Jahr später zu einer Spielgemeinschaft umfunktioniert werden musste, war der Konkurs des FC Tirol mit Zwangsabstieg und Neubeginn in der Regionalliga.  Möglich wurde diese Spielgemeinschaft letztendlich nur durch die Bereitschaft der WSG Wattens. Nahezu die gesamte WSG-Elf wechselte nach Innsbruck und schaffte unter dem Namen SPG Wattens/Wacker den Aufstieg in die zweite Liga. Die Spielgemeinschaft wurde daraufhin wieder aufgelöst. In Wattens gelang es Robert Auer mit der verbliebenen jungen Mannschaft in die Tirolerliga aufzusteigen. Zwei Jahre später, 2006, war die WSG wieder in der Regionalliga angekommen.

Seit dem Wiederaufstieg war die WSG Wattens immer im Spitzenfeld der Regionalliga zu finden. Der Rolle als Topfavorit wurde die Mannschaft unter Trainer Roland Kirchler in den Saisonen 2010/11 und vor allem 2011/12 gerecht. Als ungeschlagener Meister (23 Siege und 7 Remis) ging man in die Relegation. Der SV Horn von Trainer Michael Streiter war jedoch ein übermächtiger Gegner. Schon ein Jahr zuvor war man in der Relegation gescheitert - allerdings wesentlich knapper. BW Linz sicherte sich erst im Elfmeterschießen den Aufstieg. In der Saison 2012/13 belegte die WSG Wattens den dritten Tabellenplatz hinter dem FC Liefering und Austria Salzburg.

 
 
WSG Swarovski Wattens 1970/71: Stehend von links nach rechts: Dr. Burger, Trainer Frühwirth, Gratz, Gombasch, Leutgeb, Kastner, Merz, Casazza, Koncilia P., Hattenberger, Skocik, Koncilia F., Gasteiger, Siber, Dr. Kottek; sitzend: Redl, Jud, Niederstätter, R. Kirchler, Kordesch, Küppers, Rinker, Wizemann, Rusch
WSG Swarovski Wattens 1970/71:
Stehend von links nach rechts: Dr. Burger, Trainer Frühwirth, Gratz, Gombasch, Leutgeb, Kastner, Merz, Casazza, Koncilia P., Hattenberger, Skocik, Koncilia F., Gasteiger, Siber, Dr. Kottek; sitzend: Redl, Jud, Niederstätter, R. Kirchler, Kordesch, Küppers, Rinker, Wizemann, Rusch
 

Neue Ära mit Diana Langes

Zum 70. Geburtstag von WSG Präsident Gernot Langes gab es nicht nur ein großes Fest sondern es kam auch zur Hofübergabe an dessen Tochter Diana Langes. Diese führt seither mit großem Engagement die WSG Wattens und hat das deklarierte Ziel Aufstieg vorgegeben. Dieses Unterfangen verfolgt sie gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Stefan Köck, der dem 2013 plötzlich verstorbenen Robert Auer nachfolgte. Ebenfalls seit 2013 sehr erfolgreich im Amt ist Thomas Silberberger als Cheftrainer der WSG Wattens.  Unter ihm  wurde die Mannschaft überragender Erster in der Regionalliga-West 2014/15 und dank der entfallenden Relegation war der Weg in die Sky Go Erste Liga geebnet. Auch in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs  sorgten die Kristallkicker mächtig für Furore und sicherten sich einen ausgezeichneten fünften Platz zum Saisonende. 2017/18 wollen sich die Grün-Weißen weiter im Profifußball etablieren und Schritt für Schritt in eine erfolgreiche Zukunft beschreiten. 

 

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WSG SWAROVSKI WATTENS
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