28. Nov. 2020

Starke WSG scheiterte an den Chancen

Die WSG Swarovski Tirol unterlag nach starkem Auftritt in Graz Sturm denkbar knapp mit 0:1. Die Chancenverwertung machte wieder einmal den Unterschied.

Vor dem Spiel wurde viel diskutiert. Über Serien, die zuletzt gebrochen wurden (2 Siege en suite für die WSG) und hier und heute gebrochen werden könnten (seit 13 Spielen kein Tiroler Sieg in Graz). Über Spieler, die einst in Graz spielten (Fabian Koch) und vielleicht wieder in Graz spielen (Otar Kiteishvili). Und über das Grün in der Merkur Arena, das stellenweise die Bezeichnung grün so ganz und gar nicht verdiente. 

Überfallsartiger Start

Mit dem Anpfiff durch Schiedsrichter Dieter Muckenhammer war das mit den Diskussionen schlagartig beendet. Zumal die WSG, die im Laufe der Saison bereits drei Mal in den ersten fünf Minuten zuschlug, den Spielbeginn neuerlich überfallsartig anlegte. Schon nach drei Minuten wäre das Ding fast im Tor gewesen. Florian Rieder, von Thanos Petsos per Fersler filmreif in Szene gesetzt, scheiterte aber an Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl. Nur fünf Minuten später ein Abziehbild der Szene auf der anderen Seite. Jakob Jantscher auf Sandro Ingolitsch, Idealzuspiel auf den Kopf von Kevin Friesenbichler - und WSG-Goalie Ferdinand Oswald durfte zeigen, was in ihm steckt. Nicht die erste Traumparade des Deutschen im Laufe der Saison, aber die erste in diesem Spiel. Die zweite ließ nur zwei Minuten warten. Diesmal scheiterte Sturm-Topscorer Ivan Ljubic (11.) am 30-Jährigen. In Minute 21 wäre der WSG-Keeper wohl chancenlos gewesen. Hätte Ljubic nach Fehler von Koch und Zuspiel von Friesenbichler das Visier richtig positioniert gehabt. So ging die Grazer Großchance links am Tor vorbei.  

Schiedsrichter brachte Farbe ins Spiel

Dann flachte die Partie ab – bis der Unparteiische aktiv wurde und für mehr Farbe im Spiel sorgte. Zuerst zeigte Muckenhammer David Schnegg die gelbe Karte für eine Schwalbe, die keine war – im Anschluss noch Nemanja Celic und Raffael Behounek für deren Kritik. Verwarnungen, die die Tiroler zuerst in Rage brachten, dann in Fahrt. Kopfballchancen von Kelvin Yeboah (37.) und David Guganigg (38.) folgten. Weil die Grazer nichts mehr zu bieten hatten, ging’s torlos in die Halbzeitpause.

Die zweite Spielhälfte begann so, wie die erste endete: mit optischer Überlegenheit der WSG, vorerst aber ohne wirkliche Tormöglichkeit – eine Halbchance von Behounek (57.) und ein Freistoß von Petsos (59.) ausgenommen. Ein Spielverlauf, der WSG-Coach Thomas Silberberger handeln ließ. Nikolai Baden Frederiksen ging, Zlatko Dedic kam. Stürmer für Mittelfeldspieler. Die WSG setzte die Zeichen endgültig auf Sturm. Und beinahe hätte sich Silberbergers Mut zur Offensive volley ausgezahlt. Dedic scheiterte nur eine Minute nach seiner Einwechslung an Siebenhandl, Rieder war im Nachschuss zu zögerlich – die größte Möglichkeit bis zu diesem Zeitpunkt. 

Ein Sturm zu viel

Weil Sturm bis dahin nur ein Lüfterl blieb, reagierte auch Coach Christian Ilzer. Zuerst kam Kiteishvili für Andreas Kuen, dann Bekim Balaj für Friesenbichler. Ein Glücksgriff von Ilzer, zumal ein Zusammenspiel der beiden – in Kombination mit Jakob Jantscher – zum 1:0 durch Balaj führte. Eine Traumkombination, unhaltbar für Oswald. Weil Kiteishvili (78.) die Großchance zur Vorentscheidung vergeigte und Dedic (87.) überrascht war, dass er nach Zuckerpass von Schnegg plötzlich alleine vor Siebenhandl stand sowie David Guganigg (94.) die Kopfballchance in letzter Sekunde zu zentral setzte, blieb es beim Zittersieg für die Grazer. Für die Steirer der dritte Erfolg in Serie (Cup inklusive), für die WSG die erste Niederlage nach zwei Siegen. Aber eine, die einmal mehr zeigte, dass die Tiroler mit mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor bereit wären, im Konzert der Großen mitzuspielen.

Am kommenden Sonntag (6.12.) geht’s für die WSG gegen den Wolfsberger AC mit einem Heimspiel weiter. Der Ankick zur Partie ist um 14:30 Uhr im Tivoli.

 

SK Puntigamer Sturm Graz - WSG Swarovski Tirol 1:0 (0:0)

28. November 2020 | Merkur Arena | Schiedsrichter Dieter MUCKENHAMMER

Tor: Bekim BALAJ (76.)

 

Sturm spielte:

Jörg SIEBENHANDL; Gregory WÜTHRICH, David NEMETH, Sandro INGOLITSCH (68. Jusuf GAZIBEGOVIC), Amadou DANTE; Jan GORENC-STANKOVIC, Stefan HIERLÄNDER, Ivan LJUBIC, Andres KUEN (59. Otar KITEISHVILI); Kevin FRIESENBICHLER (68. Bekim BALAJ), Jakob JANTSCHER (89. Philipp HUSPEK).    

Die WSG spielte:

Ferdinand OSWALD; Fabian KOCH, Raffael BEHOUNEK, David GUGGANIG, David SCHNEGG; Thanos PETSOS, Nemanja CELIC (81. Johannes NASCHBERGER), Nikolai Baden FRIEDERIKSEN (59. Zlatko DEDIC), Florian RIEDER (81. Tobias ANSELM, Žan ROGELJ (81. Benjamin PRANTER); Kelvin YEBOAH. 

 

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): „Schade, wir hätten uns heute mehr verdient gehabt. Ich lege seit Wochen die gleiche Schallplatte auf: Wir scheitern ein ums andere Mal an unserer Großchancenverwertung. Chancen waren wieder genug da, aber wir machen sie einfach nicht. Wir spielen einen vernünftigen Fußball, sind gut dabei und glauben an uns. Aber im Gegensatz zu uns genügt Sturm Graz eine mittelmäßige Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Dieser Schritt im Lernprozess fehlt uns noch.“

Fabian Koch:  „Wir sind jetzt auf einem Niveau, auf dem wir uns vor keinem Gegner mehr fürchten müssen. Wir haben eine super Partie gemacht, gute Chancen herausgearbeitet und leider das Tor bekommen. Nach der Einwechslung von Bekim (Anm.: Balaj) und Kitei (Anm.: Kiteishvili) waren wir fünf Minuten zu passiv: Die haben einen brutalen Schwung reingebracht, der uns kurz überfordert hat. Wir haben zum Schluss noch zwei Hunderter gehabt. Da müssen wir halt eine machen.“

Florian Rieder:  „Eigentlich war es wieder ein gutes Spiel von uns. In der ersten Halbzeit haben wir nichts zugelassen, hatten selbst zwei Chancen. Auch in Halbzeit zwei war nichts und dann das unglückliche Gegentor. Jetzt wollen wir nächste Woche gegen den WAC wieder punkten.“

Nikolai Baden Frederiksen: „Wir haben gut gespielt, Chancen gehabt, aber leider nicht verwertet. Sturm hatte weniger als wir und ein blödes Tor gemacht. Wenn das Tor nicht passiert, geht das Spiel anders aus.“

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