09. Okt. 2026
Wir haben uns mit Salko über seine ersten Monate in Tirol und die letzten Wochen beim Nationalteam unterhalten.
Salko Hamzić ist im Sommer vom FC Red Bull Salzburg zu uns nach Wattens gewechselt und hat als neue Nummer #1 mit starken Leistungen in der ADMIRAL Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. In der Länderspielpause wurde Salko erstmals in das A-Nationalteam von Bosnien-Herzegowina einberufen – in der Nations League feierte er gegen Schweden sein Debüt über die volle Spielzeit.
Lieber Salko, du bist im Sommer zu uns nach Wattens gekommen – wie zufrieden bist du mit den letzten Monaten und wie hast du dich in Tirol eingelebt?
Salko: Ich bin sehr zufrieden, habe mich super eingelebt und bin echt überrascht, wie schön das Bundesland Tirol ist (lacht). Ich bin mega happy hier und einfach dankbar. Jeden Tag komme ich ins Trainingszentrum und freue mich. Was ich an der WSG schätze, ist auf jeden Fall, dass alles sehr familiär ist. Wir sind alle sehr eng, unterstützen uns und kommunizieren sehr viel miteinander. Es gibt nicht wie bei anderen großen Vereinen auf jeder Position zehn Leute für gewisse Aufgaben, sondern es ist alles auf weniger Personen verteilt. Das schätzt man wirklich sehr, jeder ist für jeden da und wir sind wie eine kleine Familie.
Die letzten Wochen waren für dich natürlich ein besonderes Highlight: Du bist erstmals ins A-Nationalteam von Bosnien-Herzegowina einberufen worden und hast gegen Schweden in der Nations League dein Debüt über 90 Minuten gefeiert. Wie hast du die Zeit erlebt?
Salko: Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, um ehrlich zu sein. Ich habe es noch immer nicht so richtig realisiert, aber es war einfach mega cool. Ich konnte super viel mitnehmen und habe es echt genossen, das eigene Land zu vertreten. Ich bin wirklich sehr dankbar für die Möglichkeit und würde mich freuen, wenn ich auch in Zukunft Teil des Nationalteams bin.
Nimm uns mal kurz mit: Wie hast du von deinem Einsatz schlussendlich erfahren?
Salko: Ich habe mich vorbereitet wie auf jedes Spiel und bin davon ausgegangen, dass ich am Abend die Nummer zwei bin, was auch so kommuniziert war. Nach dem Spaziergang bin ich zurückgekommen, habe auf mein Handy geschaut und sah, dass mich fünf Leute angerufen hatten: Cheftrainer, Torwarttrainer, Sportdirektor und verschiedene Verbandsleute. Sie sagten mir, ich solle sofort ins Physiokammerl kommen. Dort waren der Trainer und Martin Zlomislić, der eigentlich die Nummer eins für den Abend gewesen wäre. Er hatte einen Hexenschuss und konnte seinen Nacken nicht bewegen. Der Trainer hat dann kurz mit mir gesprochen und gemeint, er wolle mich nicht komplett ins kalte Wasser schmeißen, weshalb er es mir fünf Stunden vor dem Spiel sagt, damit ich mich darauf vorbereiten kann. Und ja, dann habe ich einfach gespielt.
Zurück zur WSG: Es geht am Samstag weiter, unser Saisonstart war in weiten Teilen vielversprechend. Mit Ried, WAC und GAK warten jetzt drei richtungsweisende Partien. Wie blickst du auf die anstehenden Aufgaben?
Salko: Ich denke, es ist einiges möglich, wenn wir Gas geben und uns zusammen weiterentwickeln. Wir müssen einfach fokussiert bleiben. Das sind Duelle auf Augenhöhe, generell in der ganzen Liga kann jeder gegen jeden gewinnen. Die Teamchemie ist überragend – so ein Gefühl hatte ich selten. Unser Ziel ist den bestmöglichen Entwicklungsweg zusammen einzuschlagen, möglichst viele Spiele zu gewinnen – und was am Ende dabei rauskommt, sehen wir dann.
In welchen Bereichen würdest du sagen, hast du dich persönlich am meisten weiterentwickelt, seitdem du hier bist?
Salko: Ich habe den nächsten Schritt in meiner Karriere gemacht. Es macht einen großen Unterschied, aus der zweiten Liga in die erste Liga zu kommen und die Nummer eins bei einem Verein zu sein. Ich bin kommunikativer geworden und habe auch eine kleine Führungsrolle übernommen, da man als Stammtorhüter einfach viel auf dem Platz kommunizieren muss. Ich bin auch sehr dankbar dafür, die Nummer eins sein zu dürfen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn der ganze Verein, das Team und die Verantwortlichen hinter dir stehen und dich unterstützen. Dann kann man einfach abliefern, weil man weiß, dass man auch Fehler machen darf. Das gibt ein super Gefühl und hilft beim nächsten Entwicklungsschritt.
Danke für das Gespräch, Salko!
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