18. Feb. 2021

Start in die Woche der Entscheidung

Am kommenden Samstag trifft die WSG Tirol (17 Uhr) im Innsbrucker Tivoli auf spusu SKN St. Pölten. Für die Tiroler geht es dabei nach wie vor um alles, für die Niederösterreicher um nicht mehr viel.

Wenn alles so gelaufen wäre, wie man zu Beginn der Frühjahrssaison dachte, dass alles laufen wird, hätte die Partie zur 18. Runde der tipico Bundesliga zwischen der WSG Tirol und dem SKN St. Pölten wohl (vor)entscheidenden Charakter - wer am Ende des Grunddurchgangs mit den Adlern kreisen darf und wer mit den Hühnern picken muss. Weil aber nicht alles so lief, wie man damals dachte, stellt sich die Ausgangsposition heute ein wenig anders dar. Die Niederösterreicher, nach zehn Spieltagen noch auf Platz 5 der Liga mit drei Zählern Vorsprung auf den Siebtplatzierten, liegen sieben Meisterschaftsrunden oder vier Niederlagen ohne Sieg später nur mehr auf Platz neun, beträchtliche sieben Punkte von den Top 6 entfernt. Um das schier Unmögliche noch möglich zu machen, müsste man in den ausbleibenden sechs Runden die Konkurrenz in Grund und Boden spielen – und obendrein auf einen Leistungsknick der anderen hoffen. Was angesichts der Leistungen zuletzt allerdings eher überraschen würde.    

Viele Neue, wenig Erfolg
Den letzten Sieg feierte die Truppe von Trainer Robert Ibertsberger in Runde 10, ein eindrucksvolles 4:0 in Altach. Seitdem wurden die Niederösterreicher - noch in der Winterpause von zahlreichen Experten als Kandidat für die die Meisterrunde gehandelt - sieglos fast bis in die Niederungen der Liga durchgereicht. Trotz zahlreicher (Winter-)Neuzugänge. Allesamt Hoffnungsträger. Samuel Tetteh (24) kam leihweise von Red Bull Salzburg. Marktwert: 800.000 Euro! Taylor Booth (19), geboren in den USA, wirbelte zuletzt in der zweiten Elf der Bayern. Und Brandon Servania (21), beim 1:0-Sieg der USA über Costa Rica vor einem Jahr in Minute 66 für Salzburgs Jungstar Brenden Aaronson eingewechselt, kam vom FC Dallas, für den er 30 Mal in der Major League Soccer auflief und dabei zwei Treffer erzielte. Marktwert: 400.000 Euro. Was hingegen nicht kam, war der Erfolg.

Keine Neuen, viel Erfolg
Im Gegensatz zur WSG Tirol. Wo man zwar im Winter keine neuen Spieler verpflichtete, dafür in jenem Zeitraum, in dem St. Pölten aus fünf Spielen zwei Zähler machte, mit nur vier Spielen sieben Punkte holte. Mit kollektiven Glanzleistungen. Mit Offensivfußball, der in der Liga Eindruck machte. Und mit Nikolai Baden Frederiksen (20). Der Däne, im Sommer leihweise von Juventus Turin zur WSG gewechselt, trifft schon seit Wochen am laufenden Band. Innerhalb des Strafraums. Außerhalb. Und vom Punkt. Im Schnitt alle 108 Spielminuten. Zuletzt traf der 20-Jährige bei der unglücklichen 2:4-Niederlage gegen Salzburg -  sein neunter Treffer in der laufenden Meisterschaft. Ein Topwert. St.-Pölten-Goalgetter Alexander Schmidt (23) traf zwar in Summe noch häufiger, die reine Spielzeit betrachtet aber weniger oft: ‚nur´ alle 126 Spielminuten. Sein bislang letztes Tor datiert vom 27. Jänner (1:2-Niederlage gegen Rapid). Nummer 11 wäre also rein rechnerisch schon seit eineinhalb Partien fällig. Raffael Behounek & Co. sind gewarnt ...
Bis auf den verletzten Zlatko Dedic (Muskelfaserriss) steht WSG-Trainer Thomas Silberberger der komplette Kader zur Verfügung. Die Partie wird am kommenden Samstag (17 Uhr) im Tivoli-Stadion angepfiffen. 

 

WSG Tirol – spusu SKN St. Pölten
Samstag, 20. Februar 2021 | 17:00 Uhr | Tivoli Stadion | live auf Sky

 

WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger über …

… den Gegner: „St. Pölten ist eine Mannschaft mit sehr viel individueller Qualität in ihren Reihen. Allerdings haben sie sich offensichtlich noch nicht als Mannschaft gefunden. Wir sind gewarnt. St. Pölten ist sicher nicht so schlecht, wie sie aktuell dastehen. Die Favoritenrolle ist vielleicht nicht so klar, wie es den Anschein hat.“

… den 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel: „Wir haben gute Erinnerungen daran. Der Auswärtssieg damals, bei dem wir 30 Minuten in Unterzahl spielten, war so was wie der Startschuss zu unserer tollen Performance.“ 

… die Chance auf die Top 6: „Für uns startet mit dem Spiel gegen St. Pölten eine richtungsweisende Woche. Es bringt jetzt aber noch überhaupt nichts, rumzurechnen – dazu ist alles viel zu kompliziert. Wenn wir in dieser Woche drei Mal Unentschieden spielen, holen wir drei Punkte und sind vermutlich am Ende in den Top 6. Wenn wir zwei Mal verlieren und beispielsweise nur bei der Admira gewinnen, holen wir zwar ebenfalls drei Punkte, dann wird’s in der Tabelle aber wieder brutal eng. Die Rechnerei kann also trügerisch sein. Wir sind gut damit beraten, uns nur auf St. Pölten zu fokussieren.“ 

… mögliche Änderungen taktischer Natur durch die Verletzung von Zlatko Dedic: „Ich trauere verletzten Spielern generell nicht nach, sondern konzentriere mich auf jene Spieler, die mir zur Verfügung stehen. Die müssen ihre Chance nützen. Wir versuchen unser Ding durchzuziehen. Auch wenn wir damit leicht auszurechnen sind, wie ich unlängst lesen durfte. Tatsache ist, dass zwar jeder weiß, wie wir spielen, wir aber trotzdem schwer zu verteidigen sind. Weil unsere Qualität mit dem Ball aktuell sehr hoch ist. Gegen den Ball ist vergangene Woche einiges schiefgelaufen – daran haben wir diese Woche gearbeitet.“

… den Tabellenstand von St. Pölten: „Die Tabellensituation ist nicht so entscheidend. St. Pölten weiß natürlich selbst, dass der Zug in die Meistergruppe für sie bereits eher abgefahren ist. Außer sie starten eine Siegesserie – die Qualität dazu hätten sie.“

Fotonachweis: GEPA pictures

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