18. Apr. 2021

Abseits ebnete dem WAC den Weg

Die WSG Tirol verliert in der 25. Runde zur Tipico Bundesliga beim WAC mit 0:2. Im intensiv geführten Spiel auf hohem Niveau ging der Führung der Kärntner eine Abseitsstellung voraus.

Die Bezeichnung ‚Lieblingsgegner‘ kam WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger im Gespräch mit SKY vor dem Gastspiel beim WAC nicht über die Lippen. Obwohl es die Saisonstatistik erlaubt hätte. Zwei Duelle gab’s bislang, zwei Mal gewann die WSG. Vor allem der 5:3-Erfolg zuletzt, in dem der Underdog aus Tirol mit den Eurofightern aus Kärnten bis zur 5:1-Führung Katz und Maus spielte, hinterließ Eindruck und machte Stimmung. Aber Silberberger wäre nicht Silberberger, wenn er im sportlichen Höhenflug die Bodenhaftung verlieren würde. Deshalb störte den 47-jährigen Cheftrainer auch der Auftritt beim 2:3 zuletzt in Graz. Und deshalb sprach er im Rahmen der Videoanalyse auch Tacheles – mit Hoffnung auf die entsprechende Reaktion.

WSG mit starkem Beginn
Und es dauerte nicht mal eine Minute im Spiel, ehe sein Team auch die erste zeigte. Ein Ballgewinn am eigenen 16er, ein energischer Vorstoß von David Schnegg und ein Abschluss von Nikolai Baden Frederiksen (1.). Nur eine Glanztat von Manuel Kuttin, der im Tor der Kärntner abermals den Vorzug vor Alexander Kofler erhielt, verhinderte die frühe Führung der WSG. Und auch beim Schuss von Thanos Petsos, knappe vier Minuten später, hatten die Kärntner Glück. Im Gegensatz zur WSG, die mit dem ersten Angriff des WAC durch einen Treffer von Dejan Joveljic (6.) in Rückstand geriet. Ein Rückstand, der mit Video-Assistent-Referee (VAR) keiner gewesen wäre, zumal sich Thorsten Röcher beim Zuspiel von Christopher Wernitznig im Abseits befand. Schiedsrichter Julian Weinberger ließ weiterspielen, Joveljic netzte ein (6.). Das zwölfte Saisontor des 21-jährigen Serben, das dritte gegen die WSG. Bitter für die Tiroler, zumal die verunsicherten Kärntner, vom schnellen Kombinationsspiel zu Beginn zusätzlich verängstigt, erst durch den Abseitstreffer zu mehr Sicherheit fanden. Und fast hätte der Topstürmer des WAC nach einer Viertelstunde sogar auf 2:0 erhöht. Der Abschluss der Frankfurt-Leihgabe nach einem Zuspiel von Dominik Baumgartner und einem Fehler im Stellungsspiel von Geburtstagskind Raffael Behounek (wurde vor zwei Tagen 24) ging aber neben das Tor (14.).
Danach flachte das bis dahin intensiv geführte Spiel ein wenig ab. Mit mehr Ballbesitz für die WSG. Mehr Torschüssen. Und höherer Passgenauigkeit. Aber ohne Treffer. Und ohne Zlatko Dedic. Der 36-jährige Slowene ließ in Minute 16 und Minute 20 zwei Möglichkeiten aus und musste in Minute 25 mit einer Muskelverletzung vom Platz. Für ihn kam Tobias Anselm. An der Spielanlage änderte der Wechsel nichts. Beide Teams attackierten früh, beide spielten mit offenem Visier. Dennoch blieb eine optisch spektakuläre und akustisch unüberhörbare Flugeinlage von Wernitznig, für die Schnegg zwar seine sechste Gelbe sah, sich aber eigentlich der ‚Gefoulte‘ den Oskar verdient hätte, der größte Aufreger bis zum Pausenpfiff. Berührung gab’s jedenfalls keine.

Zweiter Torschuss, zweites Tor
Personell unverändert ging’s in Halbzeit zwei. Und auch hinsichtlich Spielanlage änderte sich wenig. Auch wenn es einige Minuten dauerte, bis der Zug aufs Tor zu Chancen führte. Vorerst für den WAC. Die erste durch Röcher (56.), die zweite durch Joveljic (63.) – der 21-jährige traf mit dem zweiten Schuss der Kärntner auf das Tor von Ferdinand Oswald zum zweiten Mal. Mehr Effizienz gibt's nicht. Praktisch im Gegenzug rutschten Frederiksen und Anselm synchron an einem Stanglpass von Schnegg vorbei (64.). Die letzte Aktion des 20-jährigen Dänen, für den schon in Minute 71 - gemeinsam mit Zan Rogelj und Thanos Petsos - das Spiel zu Ende war. Für sie kamen Johannes Naschberger, Renny Piers Smith und Benni Pranter in die Partie. Und wer weiß, was geschehen wäre, hätte Anselm (73.) seine große Möglichkeit alleine vor Kuttin zum Anschlusstreffer wenig später genützt oder Rieder (77.) mit seinem Distanzschlenzer mehr Glück gehabt. Hatten sie aber beide nicht. Ebenso wenig wie Joveljic 76./77.) und Dario Vizinger (88.). Am Ende des Schlagabtauschs auf hohem Niveau blieb’s beim 0:2. Und einer statistischen Überlegenheit der WSG, der Cheftrainer Silberberger aber auch nach dem Schlusspfiff nur wenig abgewinnen konnte. Zumal nach 93 Spielminuten der erste WAC-Sieg amtlich war. 
Bereits am kommenden Mittwoch (21.4.) geht’s für die Tiroler in der 26. Runde zur Tipico Bundesliga gegen Red Bull Salzburg weiter. Der Tabellenführer gastiert ab 18:30 Uhr am Innsbrucker Tivoli.

 

RZ Pellets WAC – WSG Tirol 2:0 (1:0)

18. April 2021 | Lavanttal-Arena | Schiedsrichter Julian WEINBERGER

Tore: Joveljic (6./63.)

 

Der WAC spielte:

Manuel KUTTIN; Guram GIORBELIDZE (93. Jonathan SCHERZER), Gustav Niklas HENRIKSSON, Dominik BAUMGARTNER, Michael NOVAK; Mario LEITGEB, Michael LIENDL, Matthäus TAFERNER (75. Kai STRATZNIG), Christopher WERNITZNIG (84. Nemanja RNIC); Dejan JOVELJIC (93. Cheikou DIENG), Thorsten RÖCHER (75. Dario VIZINGER).

Die WSG spielte:

Ferdinand OSWALD; Fabian KOCH, Raffael BEHOUNEK, David GUGGANIG, David SCHNEGG; Thanos PETSOS (71. Renny Piers SMITH), Nemanja CELIC, Žan ROGELJ (71. Johannes NASCHBERGER), Florian RIEDER (86. Florian BUCHACHER); Zlatko DEDIC (25. Tobias ANSELM), Nikolai Baden FREDERIKSEN (71. Benjamin PRANTER). 

 

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Cheftrainer): „Es war eine extrem enge Geschichte, ein lässiges Match von beiden Teams. Die Mannschaft, die weniger Fehler gemacht und mehr Effizienz an den Tag gelegt hat, hat heute gewonnen. Es war ein Bundesligamatch auf extrem hohem Niveau. Schade, dass wir die Situationen, in denen das Spiel in unsere Richtung gehen hätte können, nicht genutzt haben. Aber die Meistergruppe ist halt kein Wunschkonzert. Wir haben heute gefightet, vom Start weg eine hohe Intensität an den Tag gelegt. Der WAC war am Ende um die zwei Aktionen besser.“

Raffael Behounek: „Wir sind durch einen Treffer, der nicht zählen hätte dürfen, früh in Rückstand geraten - aber Fehlentscheidungen passieren. Dann hat der WAC sehr gut verteidigt und wir wurden nicht wirklich zwingend. Wir haben zwar ganz nett von hinten rausgespielt, sind aber mehr oder weniger in Schönheit gestorben.“

Tobias Anselm: „Das war heute eine insgesamt sehr zähe Partie, in der wir trotzdem unsere Chancen hatten. Aber Wolfsberg war einfach effizienter. Wir haben unsere Chancen liegen gelassen, sie haben die Tore gemacht. Unsere Leistung war okay, aber da ist noch viel Potential nach oben – vor allem an der Intensität müssen wir noch arbeiten. Dann werden wir in den kommenden Wochen hoffentlich auch wieder punkten.“

Nemanja Celic: „Wir wollten nach der Niederlage in Graz eine Reaktion zeigen. Und ich glaube, es ist uns heute im Großen und Ganzen auch gelungen. Wir haben aggressiv nach vorne verteidigt. Aber der Unterschied war heute die Effizienz. Da hatte der WAC einfach mehr. Ich denke, der Sieg der Kärntner geht in Ordnung.“

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