07. Mai. 2022

Ferdi hält, Kofi trifft - WSG punktet

Die WSG Tirol holt in der 30. Runde zur ADMIRAL Bundesliga bei Flyeralarm Admira einen Zähler. Zwei Spieltage vor dem Ende der Qualifikationsgruppe führt die Elf von Thomas Silberberger weiter die Tabelle an.

Vor dem Spiel zur 30. Runde der ADMIRAL Bundesliga und eine Partie nach Fixierung des Klassenerhalts definierte WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger neue Ziele - in drei Stufen. Die erste davon war, Platz eins oder zwei in der Qualifikationsgruppe und damit das Playoff-Halbfinale zu erreichen. Ein Nahziel, dessen Realisierung mit viel Wenn und Aber schon in der Südstadt möglich gewesen wäre. Ein Sieg der WSG vorausgesetzt. In einer Partie, in der Silberberger zur Systemumstellung gezwungen wurde. Weil Raffael Behounek verletzungsbedingt fehlte, wurde die zuletzt erfolgreiche Fünferkette wieder auf vier Mann reduziert. Für den Abwehrchef rutschte Felix Bacher ins Team. Am linken Flügel bekam Julius Ertlthaler den Vorzug. Ganz vorne baute der WSG-Coach auf seinen Erfolgssturm: Giacomo Vrioni und Thomas Sabitzer. Ein Duo, das mit insgesamt sieben Treffern in drei Runden zuletzt pures Selbstvertrauen inhaliert hatte.


Vrioni scheitert an Alu

Und Vrioni, der im Laufe der Saison bereits 15 Mal traf, war es auch, der nach nicht einmal acht Minuten zum ersten Mal gefährlich am Gehäuse von Andreas Leitner anklopfte, nach herrlicher Vorlage von Ertlthaler. Beim Abschluss des Italo-Albaners fehlten nur Millimeter auf Tor Nr. 16, sein platzierter Abschluss klatschte von der Stange zurück ins Feld. Nur eine Minute später war Sabitzer an der Reihe. Der 21-Jährige kam nach Patzer von Luan alleine vor Leitner an den Ball, scheiterte aber ebenso.
Die erste Offensivaktion der Admira endete im Abseits (14., Gattermayer), die nächsten zwei bei Ferdi Oswald. Der Kapitän, der Mitte der Woche seinen Vertrag um zwei Jahre verlängerte, zeigte bei Kopfbällen von Luan (22.) und Wilhelm Vorsager (24.), warum man ihm in Wattens nach acht erfolgreichen Jahren weiter das Vertrauen schenkt - wie auch beim Abschluss von Stefan Surdanovic (32.), den Oswald nach zwei Schüssen übers Tor (Zwierschitz/30., Vorsager/31.) mit viel Klasse und noch mehr Fingerspitzengefühl an die Stange lenkte. Nur vier Minuten später die nächste Chance der Admira. Youngster Filip Ristanic (36.) ließ zuerst Routinier Fabian Koch alt aussehen, scheiterte aber ebenfalls am Tiroler Keeper. Die WSG hatte Oswald, die Admira Pech. Torlos ging’s in die Pause.  
Und personell unverändert nach dem Seitenwechsel weiter. Mit Offensivspiel hüben wie drüben, vorerst aber ohne weitere Chancen. Die erste wirkliche hatte Jan Vodhanel (61.) am Fuß, sein Abschluss blieb aber ebenso ungefährlich wie der von Žan Rogelj (72.). Ganz im Gegensatz zu jenen zwei, die zuerst Prica (76.) und wenige Sekunden danach Vrioni hatten. Während der Schwede aus spitzem Winkel an Leitner scheiterte, kam der Italo-Albaner bei einem Chipball von Rogelj über den Admira-Goalie um eine Zehenspitze zu spät.

Schulz trifft zum 1. Mal

Dafür war es Kofi Schulz (80.), dessen Timing nach Vorarbeit der eingewechselten Skrbo und Ogrinec punktgenau passte und der den Ball über die Linie bugsierte. Alles richtig gemacht von Silberberger, alles richtig gemacht von Schulz. Das erste Tor des 32-Jährigen im Dress der WSG, sein fünfter im Rahmen der Bundesliga.
Alles deutete auf den vierten Sieg in Serie hin, bis Dominik Stumberger beim Abwehrversuch mehr die Luft als den Ball rasierte und sich Luan (87.) nach Zuspiel von Vladimir Nikolov mit dem Ausgleich bedankte.
Weil Vrioni nicht nur der erste im Spiel war, der Gefahr ausstrahlte, sondern auch der letzte (Doppelchance in Minute 89), der 23-Jährige sein Saisontorkonto aber nicht aufpolieren konnte, blieb’s auch nach 93 Spielminuten beim 1:1. Und weil auch die Parallelpartien in der Qualifikationsgruppe unentschieden endeten, konnte die Silberberger-Elf Stufe eins des definierten Dreistufenziels, die Qualifikation für das Halbfinale zur Qualifikation der Conference-League noch nicht als erledigt abhaken, bleibt aber zwei Spieltage vor dem Ende der Meisterschaft mit drei Punkten Vorsprung auf den LASK sensationell Tabellenführer im Unteren Playoff.
Ein Sieg fehlt noch. Vielleicht schon am kommenden Samstag. Da gastiert nämlich der TSV Hartberg beim letzten Saisonheimspiel der WSG ab 17 Uhr am Innsbrucker Tivoli.      


Flyeralarm Admira – WSG Tirol 1:1 (0:0)

7. Mai 2022 | BSFZ Arena | Schiedsrichter Josef SPURNY
Tore: Luan (87.); Schulz (80.)                  


Flyeralarm Admira spielte:

Andreas LEITNER; Leonardo LUKACEVIC, Matthias OSTRZOLEK, Luan LEITE DA SILVA, Stephan ZWIERSCHITZ (85. Philipp SCHMIEDL); Thomas EBNER (85. Vladimir NIKOLOV), Wilhelm VORSAGER; Stefan SURDANOVIC, Jan VODHANEL (74. Lukas MALICSEK), Angelo GATTERMAYER; Filip RISTANIC (71. Onurhan BABUSCU).

WSG Tirol spielte:

Ferdinand OSWALD; Kofi SCHULZ, Dominik STUMBERGER, Felix BACHER, Fabian KOCH; Julius ERTLTHALER (68. Stefan SKRBO), Bror BLUME (68. Sandi OGRINEC), Valentino MÜLLER, Žan ROGELJ; Thomas SABITZER (59. Tim PRICA), Giacomo VRIONI (91. Markus WALLNER).  

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Cheftrainer): „Erste Halbzeit war es Nichts, die zweite war schwer ok. Deshalb geht das Unentschieden in Ordnung. In der ersten Halbzeit muss die Admira das Tor machen, in der zweiten haben wir die eine oder andere Chance liegen gelassen, aber am Ende des Tages kann ich mit dem Punkt leben. Wenn man sich die anderen Ergebnisse anschaut, sieht man, was in der Qualifikationsgruppe los ist, welcher Druck da herrscht. Es fühlt sich gut an, dass wir diesen Druck nicht mehr haben. Unser Ziel ist nach wie vor, dieses Bonusspiel zu erreichen. Und natürlich wollen wir die drei Punkte Vorsprung, die wir aktuell haben, auch über die Ziellinie retten, weil wir dann in diesem Bonusspiel das Heimrecht hätten. “

Kofi Schulz: „Zu Beginn des Spiels waren wir ganz gut dabei, bis die Admira die Kontrolle im Spiel übernahm. Da hatten wir ein bisschen Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit waren wir wesentlich besser. Natürlich hätten wir einen Sieg mitnehmen können – aber ich denke, ein Unentschieden ist ok. Ich bin davon überzeugt, dass wir in einem der kommenden zwei Spielen den Sieg holen, der uns noch fehlt, um ins Halbfinale (Anm.: zur Qualifikation für die Conference-League) zu kommen.“

Fotonachweis: GEPA pictures

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