03. Okt. 2020

Bittere Pleite gegen biedere Wiener

Die WSG Swarovski Tirol verliert in der vierten Runde der Tipico-Bundesliga gegen die Wiener Austria ausgesprochen unglücklich. Ein halbes Eigentor und eines aus Abseitsposition machten den Unterschied.

WSG-Coach Thomas Silberberger machte seine Ankündigung von vor dem Spiel wahr und vertraute auf jene Spieler, die ihn zuletzt beim 2:0-Auswärtssieg in Altach überzeugten. Bis auf Kelvin Yeboah, für den Renny Piers Smith in die Startelf rutschte, stand die gleiche Mannschaft am Feld wie in Vorarlberg. Wohin gehend Austria-Coach Peter Stöger im Vergleich zum Gastspiel zuletzt bei der Admira gleich an drei Positionen (Jarjue, Demaku und Sax) Veränderungen vornahm.  

Aber weder die eine Taktik noch die andere war zu Beginn von Erfolg gekrönt. Denn im Gegensatz zu den Saisonspielen der WSG bisher, in denen Dedic & Co.  überfallsartig begannen, war die Anfangsphase dieser Partie von respektvollem Abtasten geprägt. Der erste Torschuss der Tiroler in Minute 8 (Zlatko Dedic), der erste der Austria durch Neuzugang Markus Suttner ließ 17 Minuten auf sich warten.

Nur in Punkto Eckbällen lagen die Wiener vorn. Nach 18 Minuten stand es in dieser Rubrik 0:4. Dafür hatte die WSG mehr gefährlichere Momente. Wie in Minute 22, als das Leder nach einmal berühren von Nikolai Baden Frederiksen und Dedic bei Renny Piers Smith landete und der sich nicht lange bitten ließ. Sein Schuss aus rund 20 Meter zog links am Tor vorbei (22.). Oder wie in Minute 30, als die Austria bemerkte, dass man einem wie Frederiksen besser nicht zu viel Raum und Zeit geben sollte. Austria-Goalie Patrick Pentz hatte mit dem Flatterball des Dänen seine liebe Not (30.). Die WSG drückte, die Austria war weitestgehend mit verteidigen beschäftigt. Und wenn die Veilchen einmal in den Tiroler Strafraum kamen, fanden sie in Ferdinand Oswald ihren Meister. So ging’s in die Pause.

15 Minuten, in denen offensichtlich das Glücksvogerl zur Austria fand. Denn unmittelbar nach Wiederpfiff war der Ball im Wattener Tor. Die Sekunden davor dürfen getrost als kurios bezeichnet werden. Ein herrlicher Fallrückzieher von Christoph Monschein, ebenso herrlich pariert von Oswald, landete bei Fabian Koch. Der WSG-Routinier wollte klären, traf Patrick Wimmer und via Oberkante Tor senkte sich der Ball ins Netz (47.). Mehr Pech geht nicht, glaubte man – und irrte. Zumal die WSG mit einem fulminanten Sturmlauf immer wieder am fehlenden Glück scheiterte: Raffael Behounek (48.) verkehrt zum Tor stehend, Thanos Petsos (49.) und schließlich Koch (61.). In der 68. Minuten hatte Kelvin Yeboah den Ausgleich am Fuß. Bezeichnend für das Spiel, dass der violette Schlussmann den Schuss des WSG-Rohdiamanten auf die Latte lenkte. Und bezeichnend auch, die Entstehung zum 2:0. Manprit Sarkaria trat schnell an, rutschte aus und bugsierte den Ball im Fallen über Oswald ins Netz. Dass Sarkaria aus Abseitsposition startete, rundet das Bild ab. Ein bitterer Abend für die Truppe von Thomas Silberberger, zumal die Leistung zwar stimmte, aber das Glücksvogerl schlicht und ergreifend nicht mitspielen wollte.            

Nach der Länderspielpause geht’s für die WSG mit einem Heimspiel gegen Hartberg weiter. Das Spiel der WSG II gegen den SC Imst, das für Sonntag, 10:30 Uhr geplant war, wurde hingegen abgesagt.      

 

WSG Swarovski Tirol – FK Austria Wien 0:2 (0:0)

Tore: Wimmer (47.), Sarkaria (76.)

 

Die WSG spielte: Ferdinand OSWALD; Fabian KOCH, Raffael BEHOUNEK, David GUGGANIG, David SCHNEGG; Zan ROGELJ, Thanos PETSOS (77. PRANTER), Nemanja CELIC, Renny Piers Smith (63. RIEDER; Nikolai Baden FREDERIKSEN (63. YEBOAH), Zlatko DEDIC. 

Die Austria spielte: Patrick PENTZ; Maudo Lamine JARJUE, Vesel DEMAKU , Erik PALMER-BROWN, Markus SUTTNER; Thomas EBNER, Patrick WIMMER (81. JUKIC), Benedikt PICHLER, Manprit SARKARIA, Maximilian SAX (63. GRÜNWALD); Christoph MONSCHEIN. 

WSG-Trainer Thomas Silberberger:  „Im Endeffekt war es wie ein Schachspiel. Wer den ersten Zug macht, verliert. Das waren leider diesmal wir. Wir haben keine prickelnde erste Halbzeit gespielt, waren aber auch nie in Gefahr. Dann haben wir gleich nach der Pause dieses unglückliche Tor bekommen, dann die Chance von Yeboah auf das 1:1. Aber dann haben wir zu umständlich Fussball gespielt, waren zu weit weg von dem, was wir sehen wollten. Die Austria hat uns dann Schachmatt gesetzt. Eine bittere 0:2-Niederlage, weil wesentlich mehr drin gewesen wäre. Aber wir sind ein Stück weit selber schuld."

Zlatko Dedic: „Die erste Halbzeit war ein sehr taktisches Spiel. Beide Mannschaften haben nichts riskiert und auf den Fehler vom Gegner gewartet. In der zweiten Halbzeit haben wir Pech gehabt, dass wir so schnell ein Tor bekommen. Das hat der Austria in die Karten gespielt. Aber es ist nichts passiert. Wir müssen weiter unseren eigenen Weg gehen und dranbleiben. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um die Fehler zu analysieren und uns noch besser auf das nächste Spiel vorzubereiten."

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