21. Jan. 2026
Johannes Naschberger ist bereits seit 2020 Profiakteur beim Tiroler Bundesligisten und damit auch der dienstälteste Spieler im aktuellen Kader. Anlässlich seines Meilensteins - der Wildschönauer hat Ende des letzten Jahres sein 150. Pflichtspiel für die WSG absolviert - haben wir den den 25. Jährigen zum #WSGaufMalta-Talk geladen.
WSG: Zu Beginn möchte ich einen kurzen Blick in die Vergangenheit machen. Du bist der dienstälteste Spieler im aktuellen Kader und schon seit 2020 Profi bei der WSG Tirol. Hättest du dir das bei der Vertragsunterschrift, als du vom SV Wörgl nach Wattens gewechselt bist, erträumt?
Johannes Naschberger: "Wo ich damals von Wörgl aus der Regionalliga nach Wattens gekommen bin, war ich am Anfang logischerweise ein bisschen überfordert. Einen Profibetrieb in diesem Sinne habe ich nicht gekannt. Aber am Anfang hatte ich viele positive Eindrücke, es war aber ein bisschen ein hin und her, weil das mit Mattersburg (Anm. Commerzialbank-Causa) im Raum gestanden ist und es war nicht klar, welche Liga es nun wird. Zum Glück sind wir oben geblieben und das war dann für mich selber auch gewaltig und eine Chance, dass ich mich beweisen kann. Aber es war eigentlich nicht zu erträumen, weil ich an das nicht gedacht habe. Aber es ist sehr lässig."
WSG: Kürzlich gab es auch ein weiteren Meilenstein für dich. Du hast dein 150. Pflichtspiel für die WSG absolviert. Was bedeutet diese beachtliche Zahl für dich?
Johannes Naschberger: "150 Pflichtspiele jetzt schon gespielt zu haben bedeutet für mich schon, dass ich stolz auf das bin. Ich bin auf mich selber auch irgendwo stolz, weil es auch Durchhaltevermögen ist und es nicht immer einfach ist. Vor allem im Leistungssport. Das weiß jeder, der das schon selber gemacht hat. Da gehören viele Sachen dazu, die dir im Vorhinein nicht gesagt werden. Aber da muss man durchbeißen und dranbleiben. Von dem her ist es schon eine coole Zahl, aber es soll ja noch was dazukommen."
WSG: Du gehörst inzwischen zu den erfahrensten Spielern im Team. Welche Rolle nimmst du heute innerhalb der Mannschaft ein, speziell auch im Umgang mit jüngeren Mitspielern?
Johannes Naschberger: "Dadurch, dass ich von allen nun schon am längsten dabei bin, ist es natürlich auch in der Mannschaft ein gutes Standing. Ich probiere mit vielen Jungen, die jetzt dazugekommen sind, dass wir die auch zusammenbringen und mit einem gewissen Schmäh neben aber auch auf dem Platz helfen. Ich glaube, dass das auch meine Rolle ist und natürlich auch im Spiel die ganze Mannschaft mitziehe und dass ich als Motivator schaue, dass wir alle am gleichen Strang ziehen."
WSG: Für dich ist es bereits das fünfte Trainingslager hier auf Malta. Wie wichtig sind solche Phasen abseits des Liga-Alltags für die Vorbereitung und das Teamgefüge innerhalb der Mannschaft?
Johannes Naschberger: "Zum fünften Mal Malta ist fast schon ein Nebenwohnsitz wert (lacht). Es macht immer wieder Spaß, hierherzukommen, weil wir echt super Trainingsbedingungen und einen super Platz haben. Das macht auf jeden Fall viel Spaß, wenn es bei uns zuhause schneit, dass wir da eine Möglichkeit haben, zu trainieren. Es ist auf dem Platz eine sehr wichtige Zeit für die Mannschaft, aber auch neben dem Platz. Du bist dann doch zehn Tage beieinander und da muss man schauen, dass alle gut miteinander auskommen und dass man sich viel besser kennenlernt. Sonst ist es ja oft so, dass man unter der Woche sich im Tag ein bisschen verteilt. So lernt man Gewohnheiten von anderen kennen und ich würde schon sagen, dass es ganz wichtig ist, dass sich jeder nochmal besser kennenlernt und enger zusammenrückt. Vor allem für die Rückrunde, dass man da ein eingeschworener Haufen ist und da nochmal positive Ergebnisse erzielt."
WSG: Zum Abschluss machen wir nochmal einen Blick nach vorne: Welche Ziele hast du dir persönlich für die zweite Saisonhälfte gesetzt?
Johannes Naschberger: "Mein persönliches Ziel für die Rückrunde ist eigentlich ganz klar. Ich will so viel spielen, wie es nur geht, am besten alles. Weil es jetzt im Herbst zum Schluss auf der neuen Position extrem Spaß gemacht hat. Das war schon sehr cool für mich, wo ein bisschen andere Attribute gefragt sind. Da möchte ich auf jeden Fall anknüpfen und weitermachen. Was ich mir auch vornehme ist, dass ich mehr Scorer mache, vor allem, weil ich doch Offensiv öfter mal dabei bin. Das wäre auch mein Ziel. Und natürlich, dass wir mit dem Team erfolgreiche Fußball spielen, geile Matches abliefern und die Ergebnisse mitnehmen. Das wäre ein Wunsch für die Rückrunde. Und natürlich der Klassenerhalt, das ist eh klar."
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