01. Aug. 2021

Vrioni stellte die Weiche auf Punkt

Zweites Spiel, zweites Unentschieden. Die WSG Tirol blieb auch nach der zweiten Bundesligarunde ungeschlagen. Giacomo Vrioni (22) traf in seinem ersten Meisterschaftseinsatz vom Punkt.

Vor dem Spiel wurde vor allem über zwei Dinge diskutiert. Über den miserablen Saisonstart der Wiener Austria und - damit verbunden - jenen Druck, der schon nach einer (verlorenen) Bundesligarunde und der überraschenden Europacuppleite auf Island auf dem 24-fachen österreichischen Meister lastet. Und über den Kader der WSG Tirol, der zum Auftakt noch recht dünn besetzt war, nach dem Ende der Verletzungspause von Giacomo Vrioni (22) sowie Bror Blume (29) und der Verpflichtung von Valentino Müller WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger aber völlig neue Karten im Aufstellungspoker bescherte. Man durfte gespannt sein, wem der 48-Jährige von Beginn weg das Vertrauen schenkt. Wenngleich Silberberger schon im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel deutlich machte, dass in Wien mit Vrioni und Felix Bacher (20), als Ersatz für den erkrankten Maxime Awoudja, mindestens zwei Bundesligastartelfdebütanten auf Seiten der WSG zu sehen sein werden.


Drei ‚Neue‘ bei der WSG
Mit Bror Blume kam dann ein dritter hinzu. Der 29-jährige Däne rückte auf der linken Mittelfeldseite anstelle von Thomas Sabitzer in die Startelf. Und Blume war es auch, dessen Flanke auf Tobias Anselm (4.) zum ersten Mal für Gefahr vor dem Tor von Austria-Goalie Patrick Pentz sorgte. Der Kopfball des 21-jährigen hatte allerdings zu wenig Druck, um gefährlich zu werden. Für die Wiener Austria vergab Benedikt Pichler (5.) im Gegenzug.
Die erste echte Großchance im Spiel hatten dann allerdings die Wiener. Weil Alexander Grünwald die Hereingabe von Dominik Fitz (17.) aber um Zentimeter verfehlte, stand es nach zwanzig Minuten noch so, wie es zu Spielbeginn stand. Die WSG hatte ein Plus an Ballbesitz, die Austria ein Plus an Chancen. Zudem die gefährlicheren – zumindest bis zur 36. Spielminute, in der Thanos Petsos nach Kopfballvorlage von Vrioni plötzlich mutterseelenallein vor Pentz auftauchte. Sein Abschlussversuch ging, vom Schützen aus, links am Tor vorbei. Die bis dato größte Chance im Spiel.
Weil danach auch keine größeren folgten, rechneten alle mit einer Nullnummer zur Pause, bis VAR-Schiedsrichter Manuel Schüttengruber von seinem Überwachungsraum aus ins Spiel eingriff und Schiedsrichter Alan Kijas darauf aufmerksam machte, dass es einen Spielzug zuvor ein Handspiel von Leonardo Ivkic im Strafraum gegeben haben könnte. Der Referee kam zum VAR-Pult, sah und pfiff. Vrioni traf. Vom Punkt. Das erste Meisterschaftstor der Juve-Leihgabe im ersten Spiel. Mit der 1:0-Führung ging’s in die Pause.

Kapitän verletzungsbedingt von Bord
Und nach dem Seitenwechsel ohne Oswald weiter. Der 30-jährige Schlussmann der WSG hatte sich kurz vor dem Führungstreffer in einem Zweikampf mit Fitz verletzt und konnte nicht weitermachen. Für den Kapitän kam Benjamin Ozegovic ins Spiel – der siebte Bundesligaeinsatz des 21-Jährigen. Bei dem er zu Beginn recht wenig zu tun hatte. Das erste Mal gefährlich wurde es in Minute 66, in dem Fitz mit einem Abschlussversuch scheiterte. Das zweite Mal sechs Minuten später. Dann allerdings brannte es. Beim Abschlussversuch von Manfred Fischer (72.), der von der Stange zurück ins Feld prallte, wäre Ozegovic chancenlos gewesen. Den ‚Nachschuss‘ von Jukic entschärfte der 21-Jährige souverän. Zumindest souveräner als in jener Szene wenige Spielzüge später, in der der Oswald-Ersatz mit Abwehrchef Raffael Behounek jegliches Feintuning vermissen ließ, Djuricin (80.) an den Ball kam und zum Ausgleich traf. Bitter, weil unnötig. 
Und weil danach inklusive sechs Minuten Nachspielzeit zwar noch viel los war, aber nichts Zählbares mehr passierte, blieb es am Verteilerkreis beim letztlich gerechten Unentschieden. Ein Punkt, mit dem die Austria leben muss und die WSG leben kann - nach dem zweiten Bundesligaspiel in Folge ohne Niederlage.
Am kommenden Sonntag kommt nun mit dem LASK ein echter Gradmesser auf den Innsbrucker Tivoli. Anpfiff zur Partie ist um 17 Uhr.  

FK Austria Wien - WSG Tirol 1:1 (0:1)
1. August 2021 | Generali-Arena | Schiedsrichter Alan KIJAS
Tore: Djuricin (80.); Vrioni (45.)


FK Austria Wien spielte:

Patrick PENTZ; Markus SUTTNER, Christian SCHOISSENGEYR, Lukas MÜHL, Leonardo IVKIC (74. Georg TEIGL); Eric MARTEL (74. Can KELES); Vesel DEMAKU, Dominik FITZ, Alexander GRÜNWALD (61. Marko DJURICIN), Manfred FISCHER; Benedikt PICHLER (68. Aleksandar JUKIC).  

Die WSG spielte:

Ferdinand OSWALD (46. Benjamin OZEGOVIC); Fabian KOCH, Raffael BEHOUNEK, Felix BACHER, Leon KLASSEN; Žan ROGELJ, Thanos PETSOS, Johannes NASCHBERGER (86. Valentino MÜLLER), Bror BLUME (86. Alexander RANACHER); Giacomo VRIONI (75. Thomas SABITZER), Tobias ANSELM (75. Markus WALLNER).      

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Cheftrainer): „Es war ein super Bundesligaspiel mit einer super Stimmung im Stadion. Das hat uns wieder Mal gutgetan. Es war extrem intensiv. Am Ende des Tages müssen beide Mannschaften mit diesem 1:1 zufrieden sein. Das Spiel hatte verschiedene Phasen: Wattens dominant, Austria dominant – wobei wir mit haarsträubenden Aktionen im Aufbauspiel die Austria erst stark machten. Das war so nicht geplant. Am Ende des Tages leben wir mit dem 1:1 recht gut. Bitter ist nur, dass das Gegentor extrem billig zustande kam.“

Bror Blume: „Es war schön, endlich wieder zu spielen. In der ersten Halbzeit tat ich mich noch schwer damit, meinen Platz auf dem Feld zu finden. In der zweiten Halbzeit lief es für mich besser. Wenngleich wir in der zweiten Halbzeit wesentlich weniger mit dem Ball spielten als in Halbzeit eins. Wir waren zu unruhig und verloren zu viele Bälle durch dumme Fehler. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr veränderte sich die Balance im Spiel. Wir müssen das ganze nun analysieren und schauen, was wir besser machen können.“

Fotonachweis: GEPA pictures

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