07. Aug. 2022

Doppelter Tim bringt einen Punkt

Drittes Spiel, erstes Unentschieden. Die WSG Tirol sieht in der 3. Runde zur ADMIRAL Bundesliga nach zwei Treffern von Tim Prica 92 Minuten lang wie der sichere Sieger aus. Am Ende gab’s nur einen Punkt.

Vor dem Spiel wurde viel geredet und gerätselt – über die mangelnde Chancenauswertung der WSG in den ersten beiden Spielen. Mit 50 Torschüssen und nur drei Toren. Cheftrainer Thomas Silberberger beruhigte. Er sei sich sicher, dass sowohl Tim Prica als auch Nik Prelec in diesem Spieljahr am Ende der Saison eine zweistellige Zahl am Trefferkonto stehen haben werden. Und vielleicht auch Lautaro Rinaldi.

Letzterer musste als siebter Legionär abermals auf der Tribüne Platz nehmen. Die beiden anderen feuerten gegen Klagenfurt zu Beginn des Spiels ein wahres Feuerwerk ab. Vor allem Prica, der lediglich sieben Minuten benötigte, um, ideal bedient von Sandi Ogrinec, zum ersten Mal zu treffen. Auch wenn der VAR drei Minuten benötigte, um die Abseitsentscheidung des Assistenten an der Linie zu korrigieren. Das dritte Saisontor des 20-jährigen Schweden, das erste aus dem Spiel heraus. Nummer zwei folgte sogleich. Zwei Minuten später, um genau zu sein. Diesmal bedient von Prelec, dessen Stanglpass, von Nicolas Wimmer unfreiwillig verlängert, direkt vor Prica (12.) landete. Die Leihgabe aus Aalborg netzte zum zweiten Mal ein. Ein Auftakt nach Maß und eine Ansage an alle Nörgler und Zweifler. 

Weil Klagenfurt zwar munter mitspielte, mehr als Weitschüsse (Andrew Irving, 31./ Markus Pink, 34.) aber vorerst nicht rauskam und die WSG sich darauf beschränkte, Ball und Gegner zu kontrollieren, ging’s mit einer 2:0-Führung in die Pause.


Punkteverlust in der Nachspielzeit

Eine Chance hüben, eine drüben und drei Spielerwechsel später, einer davon brachte das Debüt von Lukas Sulzbacher, stellte WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger von Vierer-auf Fünferkette um. Am Spielverlauf änderte sich freilich nichts. Klagenfurt bestimmte das Spiel zunehmend, die WSG reagierte nur mehr, ohne selbst zu agieren. Und Keeper Ferdinand Oswald kam mit Fortdauer des Spiels immer mehr unter Beschuss.  Herausragend seine Parade beim Abschluss von Rico Benatelli (69.). Weil die Sturm-und Drangzeit der Klagenfurter (vorerst) keinen zählbaren Erfolg brachte, sahen die Tiroler bis in die Nachspielzeit wie der sichere Sieger aus. Bis Jonas Arweiler (90.+2) den Anschlusstreffer erzielte und Nicolas Wimmer (90.+7) mit der letzten Aktion im Spiel den Kärntnern per Strafstoß einen unerwarteten Punkt rettete. Dass Felix Bacher (89.) kurz zuvor mit Rot vom Feld musste, passte ins Bild. Aufstehen, Krone richten, weiter geht’s.
Am kommenden Samstag (17 Uhr) am Verteilerkreis. Der FK Austria Wien wartet, mit drei Strafpunkten in die Saison gestartet, nach drei Spieltagen am Tabellenende noch immer auf den ersten Sieg.

 

WSG Tirol – SK Austria Klagenfurt 2:2 (2:0)

7. August 2022 | Tivoli | Schiedsrichter Christopher JÄGER
Tore: Prica (8./12.); Arweiler (90.+2); Wimmer (90.+7) 

 

Die WSG Tirol spielte:

Ferdinand OSWALD; Kofi SCHULZ, Raffael BEHOUNEK, Dominik STUMBERGER, Felix BACHER; Sandi OGRINEC (57. Lukas SULZBACHER), Valentino MÜLLER (57. Johannes NASCHBERGER), Bror Blume (68. Cem ÜSTÜNDAG), Žan ROGELJ; Nik PRELEC (85. Justin FORST), Tim PRICA (68. Julius ERTLTHALER). 

Der SK Austria Klagenfurt spielte:

Phillip MENZEL; Maximiliano MOREIRA, Nicolas WIMMER, Thorsten MAHRER, Christopher WERNITZNIG; Christopher CVETKO, Andrew IRVING (64. Jonas ARWEILER), Kosmas GKEZOS (46. Rico BENATELLI); Florian RIEDER (76. Til Sebastian SCHUMACHER), Simon STRAUDI (84. Nikola DJORIC); Markus PINK.    

 

Stimme zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Cheftrainer): „Bitter, aber verdient. Klagenfurt hat es sich aufgrund der zweiten Halbzeit redlich verdient. Wir haben fast alles vermissen lassen. Deswegen bin ich auch extrem verärgert. So schön, wie es war, nach 12 Minuten mit zwei Toren vorne zu sein, so sehr glaube ich, dass dieser Vorsprung den jungen Buben nicht gutgetan hat. Es ist dann fast im Minutentakt schlechter geworden. Die Spieler haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Jeder hat sich auf den anderen verlassen, damit er selbst schnellstmöglich ins offensive Umschalten kommt. Und wenn ich diese Hausaufgaben nicht erledige, dann bis du eben immer unter Druck. Schade, weil wir jetzt mit sechs Punkten zum Auswärtsdoppel bei Austria und Ried gefahren wären. Aber scheinbar brauchen wir es, dass uns das Wasser ständig auf Oberkante Unterlippe steht.“  

Fotonachweis: GEPA pictures

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