29. Jan. 2021

Nächster Stopp Verteilerkreis

Die WSG Swarovski Tirol trifft am kommenden Sonntag in Wien auf den FK Austria. Die Tiroler rollen mit breiter Brust nach Favoriten. Aber auch die Wiener haben zuletzt Selbstvertrauen getankt.

Fünf Zähler vor dem WAC, sieben vor St. Pölten, 15 vor Tabellenschlusslicht Admira – und sechs vor der Wiener Austria. Die fast schon surreal anmutende Tabellensituation der WSG vor dem schweren Auswärtsspiel in Wien Favoriten zeigt, wie viel an Chance und Risiko zugleich in der 15. Runde zur tipico Bundesliga steckt. Verliert der Tabellenfünfte das Duell gegen den Tabellensiebten, sind die Violetten im Poker um einen Platz in der Meisterrunde wieder mit von der Partie – mit nur noch drei Zählern Rückstand. Schlägt man nach Rapid aber auch den zweiten Wiener Großverein, steigt sieben Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs die Chance auf die Top-6 in eine Sphäre, in der man damit beginnen kann zu träumen - vor allem dann, wenn es im zeitgleichen Duell der WSG-Verfolger aus St. Pölten und Wolfsberg eine Punkteteilung geben würde. Doch noch will keiner im Lager der Tiroler daran denken, darüber reden oder auch nur im Ansatz damit rechnen. Weil acht Spieltage vor der Punkteteilung der falsche Zeitpunkt ist, um Rechnungen aufzustellen oder gar abzurechnen. Und weil der Blick der sportlichen Führung in punkto Tabelle nach wie vor nach unten geht – und nicht nach oben. Trainer Thomas Silberberger und Sportdirektor Stefan Köck betonen gebetsmühlenartig, dass die eigentlichen Gegner der WSG nicht jene Teams sind, die in unmittelbarer tipico-Nachbarschaft liegen, sondern jene, die sich am unteren Ende der Fahnenstange tummeln, also Altach und Admira. Nichtsdestotrotz hat man sich nach dem Sieg gegen die Vorarlberger gedanklich bereits voll und ganz in die violette Welt begeben.  

Violette Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit
In die Umlaufbahn jenes Klubs, der schon alleine von seinem Selbstverständnis her den Anspruch hat, in der tipico ganz oben mitzuspielen. Mit 14 Meistertiteln am Konto (seit 1974/75). Ein Anspruch, dem die violette Wirklichkeit allerdings schon seit längerem hinterherhinkt. Zum bislang letzten Mal durfte man sich am Verteilerkreis 2013 Meister nennen. Und auch in diesem Spieljahr schaut es ganz und gar nicht nach dem 15. Titel aus. Mit 17 Punkten liegt die Truppe von Meistertrainer Peter Stöger nach 14 Spieltagen im Mittelfeld der Liga auf Platz sieben – mit negativer Spielbilanz (vier Siege, fünf Niederlagen) und negativem Torverhältnis (minus 1). Einer der vier Siege war das 2:0 in Runde 4 am Innsbrucker Tivoli. Zuletzt gab es einen 4:0-Kantersieg bei Ligaschlusslicht Admira. Die WSG ist also gewarnt.
Um dem Tiroler Winter und dem Baustellenlärm im Gernot-Langes-Stadion zu entkommen, rollen Silberberger & Co. bereits am Freitag mit dem WSG-Bus in Richtung Verteilerkreis, Wien Favoriten. Das Spiel in der Generali Arena wird dann am Sonntag um 14:30 Uhr angepfiffen. Bis auf Tobias Anselm (Bundesheer), Renny Piers Smith (Achillessehne) und Žan Rogelj (Grippe) sind bei der WSG alle Mann mit von der Partie.       

 

FK Austria Wien - WSG Swarovski Tirol
Sonntag, 31.1.2021 | 14:30 Uhr | Generali Arena | live auf Sky


WSG-Coach Thomas Silberberger …

… über den kommenden Gegner: „Die Austria hat sich unter Peter Stöger konsolidiert. Sie sind straff organisiert, lassen wenig zu, verteidigen gut und sind geduldig in ihrem Spiel. Ich kann mich noch gut an das 0:2 im Herbst erinnern. Da war eigentlich nach dem 1:0 durch die Austria fast schon der Deckel drauf. Wenn die einmal in Führung gehen, sind sie sehr schwer zu bespielen. Ich vermute, dass das Spiel am Sonntag einen schachähnlichen Charakter bekommt: wer den ersten fehlerhaften Zug macht, verliert.“

… zur Motivation, bereits am Freitag nach Wien zu rollen: „Das hat mehrere Gründe. Einerseits wollen wir Freitag und Samstag auf Rasen trainieren, andererseits der Baustelle in Wattens entkommen. Da laufen im Moment Abrissarbeiten in den Kabinen. Da geht den ganzen Tag über der Presslufthammer, die komplette Tribüne vibriert. Das ist nicht wirklich profilike. Aber die Umbauarbeiten müssen stattfinden und wir damit leben.“

… auf die Frage, ob ihm eine angeschlagene Austria - wie vor der Admira - lieber wäre, oder so eine wie jetzt, mit Selbstvertrauen: „Angeschlagen wäre sie mir schon lieber. Aber meiner Mannschaft ist es relativ egal, in welchem Zustand sich die Austria befindet. Wichtig ist, dass wir unsere Leistung bringen. Der LASK und Rapid waren ja auch nicht angeschlagen, als wir zu ihnen kamen – dafür wir in ausgezeichneter Verfassung. Und das sind wir meiner Meinung nach auch jetzt. Deswegen können wir uns in Wien schon etwas ausrechnen.“

… über die Chance in der Tabelle davon zu ziehen: „Das Spiel ist für uns richtungsweisend. Wenn wir gewinnen, geht tabellarisch die Post ab. Wenn wir Unentschieden spielen, bleibt alles beim Alten. Und wenn wir verlieren, wird’s wieder eng. Aber grundsätzlich orientieren wir uns daran, was ganz, ganz hinten passiert. Und da wäre es natürlich super, wenn wir am Sonntag den Abstand nach hinten noch einen Schritt weiter ausbauen könnten.“

… zur taktischen Ausrichtung: „Da werden wir nicht viel dran ändern. Es treffen zwei fast idente Systeme aufeinander. Die Austria definiert sich auch über ein 4-4-2, mit einem Mittelfeldpressing, das dem unseren ähnelt. Der Unterschied liegt in der Offensive.“


Fotonachweis: GEPA pictures

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