01. Sep. 2022

Zu Gast bei Champions

Die WSG Tirol trifft am kommenden Samstag (17 Uhr) in der 7. Runde zur ADMIRAL Bundesliga in der Red Bull Arena auf RB Salzburg. Ein Punktegewinn wäre eine Sensation, eine Klatsche eine Enttäuschung.

Nach dem Cup ist vor der Liga. Drei Tage nach dem 5:0-Erfolg im UNIQA ÖFB Cup gegen den FCM Flyeralarm Traiskirchen trifft die WSG Tirol in der 7. Runde zur ADMIRAL Bundesliga in der Red Bull Arena auf RB Salzburg. Zwei Spiele, zwei Welten. Während Oswald & Co. am vergangenen Mittwoch in Niederösterreich ‚Dorfluft‘ inhalierten, wartet in der Mozartstadt Championsleague-Atmosphäre.  

Generalprobe für Milan

Der Schlagabtausch mit den Tirolern ist in der Stadt des Jedermann eine Art Generalprobe für die Championsleague. Nur drei Tage nach der WSG gastiert mit dem AC Milan nämlich der Meister der Serie A beim Flaggschiff der heimischen Liga. Einer jener Hoffnungsschimmer, die vielleicht davon träumen lassen, am Ende des Tages etwas Zählbares aus Kleßheim mitnehmen zu können. Denn vielleicht wird der Underdog aus Wattens ja vom Ligakrösus nicht ernst genommen. Und vielleicht agieren Seiwald & Co. nicht mit dem nötigen Nachdruck. Auch die Tatsache, dass man vor zwei Saisonen das einzige Team der Meistergruppe war, das die Bullen hörnte, lässt einen Funken Hoffnung aufkommen. Mehr aber auch nicht. 

21 x mehr wert

Rein von der Papierform her müsste die WSG nicht mal nach Wals-Siezenheim reisen. Man könnte die am Spiel stehenden drei Punkte ruhigen Gewissens auch per Einschreiben in die Red-Bull-Zentrale nach Fuschl am See schicken. Der Kaderwert der Bullen liegt laut transfermarkt.at bei über 174 Millionen Euro und beträgt somit das 21-fache des Kaders der WSG – obwohl der Serienmeister im Sommer rund 93 Millionen Euro an Transfererlösen lukrierte. 
Summen, von den man in Wattens zwar nicht mal träumen kann, die aber zusätzlich motivieren. Weil Geld nicht immer auch erfolgreich Fußball spielt und David an einem guten Tag bekanntermaßen Goliath an einem schlechten durchaus Paroli bieten kann. Wenngleich der Tag auch angesichts der Ausfälle von Stefan Skrbo, Sandi Ogrinec und Nik Prelec schon einer sein muss, an dem alles zusammenpasst. Möglicherweise erhält Thomas Sabitzer seine ersten Einsatzminuten.      
Das Spiel zur 7. Runde der ADMIRAL Bundesliga wird am Samstag (17 Uhr) in der Red Bull Arena angepfiffen. 

 

RB Salzburg - WSG Tirol 

Samstag, 3. September 2022 | 17:00 Uhr | Red Bull Arena | live auf Sky

 

Was ich wissen muss, um am Ball zu sein:

-   Familiensilber. Nicolas Seiwald und Luka Sucic sind mit je 20 Millionen Euro Marktwert die teuersten Spieler im Salzburger Kader, gefolgt von Noah Okafor (18 Mio.). Der wertvollste Spieler der WSG ist Žan Rogelj mit 700.000 Euro.
-   Torjäger. Topgun der Bullen ist Fernando Dos Santos Pedro mit vier Toren in sechs Runden. Der Toptorjäger der WSG (Tim Prica) hat bislang fünf Mal in der Liga eingenetzt. 
-   Tabelle. Mit fünf Siegen und einer Niederlage liegt der Serienmeister mit 15 Punkten auf Platz zwei in der Tabelle. Mit zwei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen rangiert die WSG Tirol mit sieben Zählern auf Rang sechs.       


WSG-Coach Thomas Silberberger auf die Frage, …

… was er sich vom Spiel in der Red Bull Arena erwartet: 
“Es wird extrem schwer werden, das wissen wir. Wir spielen gegen eine internationale Topmannschaft, gegen einen Dauergast in der Championsleague. Wenn wir gegen Salzburg etwas holen wollen, benötigen wir einen Traumtag und sie einen schlechten. Das ist uns bewusst. Aber solche Spiele gibt es immer wieder. Wir fahren sicher nicht nach Salzburg, um kampflos das Feld zu räumen – auch wenn die Statistik verheerend für uns ist. Aber es hat in Salzburg auch in der Vergangenheit schon die eine oder andere Sensation gegeben. Ich erinnere an St. Pölten vor zwei Jahren. Hartberg war letzte Saison auch bis zur 85 Minute mit 1:0 in Führung. Wenn bei uns alles passt und bei Salzburg vieles nicht, dann haben wir eine Chance.“ 

… ob man gegen den Serienmeister angesichts der Dominanz nichts zu verlieren hat, aber viel zu gewinnen: „Nichts zu verlieren, das stimmt ja nicht.  Zu gewinnen haben wir wesentlich mehr, klar, aber eine Klatsche will ich in Salzburg auch nicht bekommen.“ 

… ob der Cup-Sieg zuletzt Selbstvertrauen brachte: „Definitiv. Das war ein wichtiger Sieg von uns nach den Nackenschlägen der letzten Wochen. Das Spiel war auch wichtig für die Spieler, die zuletzt nicht so viel zum Einsatz kamen – sie zeigten, dass ich jederzeit mit ihnen rechnen kann.“   

Fotonachweis: GEPA pictures 

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