03. Jun. 2026

Saisonrückblick: Unser Manager Sport im Gespräch

Die Saison 2025/26 ist für unsere Grün-Weißen abgeschlossen. Gemeinsam mit unserem Manager Sport Stefan Köck haben wir auf eine denkwürdige Spielzeit mit Tiefpunkten, aber auch vielen Highlights zurückgeblickt.

Die Saison ist abgeschlossen, das große Ziel wurde wieder erreicht. Wie blickst du auf diese Spielzeit zurück?

Stefan Köck: Ich blicke insgesamt sehr positiv zurück. Der Klassenerhalt ist erreicht, das war und ist immer das primäre Ziel der WSG Tirol. Die Saison war eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Wir haben in den ersten 22 Runden richtig gut performt, gute Leistungen am Platz gezeigt und entsprechend gepunktet. Wir haben tolle Ausrufezeichen mit Siegen gegen große Gegner wie Sturm Graz und Red Bull Salzburg gesetzt. Dann in der Qualigruppe hat man gesehen, dass der Druck bei unserer jungen Mannschaft schon spürbar war. Trotzdem haben wir am Ende des Tages 40 Punkte erzielt – eine großartige Leistung vom gesamten Team.

Mit den 40 Punkten wurde der Rekord aus der Saison 2021/22 egalisiert – was sagt das über den Charakter der Mannschaft aus?

Stefan Köck: Als WSG 40 Punkte in einer Saison zu erreichen, ist aus meiner Sicht außergewöhnlich – vor allem, wenn man unsere Möglichkeiten betrachtet. Wir haben auch nicht großartig über verletzte Spieler gejammert. Die Mannschaft ist sehr eng zusammengerückt. Ich habe von Anfang an gesagt, dass diese Mannschaft Charakter und eine gute Arbeitsmoral hat, und ich bin sehr stolz drauf, dass sie das bewiesen hat und wir den Klassenerhalt einfahren konnten.

Wenn man sich die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen unseres Klubs anschaut, macht dich das noch stolzer?

Stefan Köck: Am Ende des Tages geht man in jedes Spiel, um es zu gewinnen – egal wie groß der Gegner ist und welche Möglichkeiten dieser hat. Ich glaube einfach, dass man als WSG sehr demütig sein muss, diese lange Zeit in der Bundesliga spielen zu können. Das darf keine Selbstverständlichkeit sein und werden! Umso mehr macht es mich stolz, dass wir uns immer wieder beweisen konnten – nicht nur ich, der Trainer und die Präsidentin, sondern alle Menschen, die im Hintergrund mitarbeiten. Es macht mich einfach stolz, dass diese Gemeinschaft wieder das Ziel des Klassenerhalts erreicht hat. Die Aufgaben werden aber auch nicht kleiner oder leichter.

Die Spieler betonen immer wieder, dass sie sich in Wattens entwickeln können, wie sonst nirgendwo. Was macht die WSG als Adresse so attraktiv und einzigartig?

Stefan Köck: Was ich sagen kann, ist, dass wir als Verein schon sehr eng zusammenstehen und ein familiäres Umfeld, kurze Wege haben und, dass wir mit den Spielern – wie ich finde – sehr ehrlich umgehen. Ein Spieler, der zu uns kommt, weiß, was wir mit ihm vorhaben. Dieser ehrliche Umgang macht schon etwas aus. Auch im Trainerteam herrscht ein Miteinander, das seinesgleichen sucht.

Für dich ist es derzeit die intensivste Zeit. Mit welchem Gefühl blickst du auf die kommende Saison?

Stefan Köck: Die Transferperiode – und das geht nicht nur mir so, sondern allen meinen Kollegen in den verschiedenen Ligen – birgt ihre Herausforderungen. Man muss seine Hausaufgaben erfüllen, man hat gewisse Vorstellungen. Oftmals gelingt etwas schnell und auf Anhieb, oftmals muss man geduldig sein. Da bin ich manchmal mit dem Cheftrainer nicht auf einer Linie, denn Trainer möchten natürlich zum Start einen kompletten Kader zur Verfügung haben. Ich glaube, dass sich dieses Transferfenster aufgrund der WM etwas ziehen wird. Und trotzdem bin ich überzeugt, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, damit wir unser Ziel erreichen.

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