19. Mär. 2026

Vor Rückrundenauftakt: Juniors-Coach Manuel Ludwiger im Gespräch

Unsere WSG Tirol Juniors starten am Samstag auswärts gegen die SPG Silz/Mötz (14:00 Uhr, Innstadion Mötz) in die Meisterschaft. Vor dem Rückrundenauftakt in der Regionalliga Tirol haben wir uns mit Cheftrainer Manuel Ludwiger über die Vorbereitung, Personelles und das klare Ziel unterhalten.

WSG Tirol: Manuel, blicken wir zunächst auf die vergangenen Wochen zurück. Wie habt ihr die wichtige Vorbereitungszeit genutzt, wie sah euer Programm aus und wie zufrieden bist du insgesamt mit dem Verlauf?

Manuel Ludwiger: Im Unterhaus ist die Zeit ohne Pflichtspiele prinzipiell sehr lang - unser letztes Match war das Cupspiel in Zams Mitte November. Die Zeit bis Weihnachten haben wir sehr individuell gestaltet, da es uns wichtig war, jeden Spieler einzeln in seinen spezifischen Stärken und Schwächen weiterzuentwickeln. Sowohl im athletischen als auch im fußballerischen Bereich konnten wir so wichtige Schritte machen. Am 12. Jänner fiel dann der Startschuss für die eigentliche, neunwöchige Vorbereitung. Wir haben versucht, alle Szenarien zu simulieren, die uns im Frühjahr erwarten könnten, inklusive „Englischer Wochen“ im Samstag-Mittwoch-Samstag-Rhythmus. Zudem gab es Doppelspieltage am Samstag, damit jeder Spieler die volle 90-Minuten-Belastung erfährt, was bei den vielen Wechseln in der Vorbereitung oft zu kurz kommt. Die Trainings waren intensiv und zielführend. Ein Highlight war unser viertätiges Trainingslager in Südtirol. Dort hatten wir nicht nur Top-Bedingungen, sondern konnten durch Teambuilding-Maßnahmen wie Spieleabende oder einen Kegelnachmittag auch den Gruppenzusammenhalt enorm stärken. Wir sind noch enger zusammengewachsen und blicken nun voller Vorfreude auf die Meisterschaft.

WSG Tirol: Das Saisonziel ist klar – man will zu jenen zwei bis drei Mannschaften gehören, die in die Regionalliga West aufsteigen. Warum ist dieser Schritt für eine zweite Mannschaft so entscheidend?

Manuel Ludwiger: Wir haben das Projekt „WSG Tirol Juniors“ vor zweieinhalb Jahren gestartet - ein Kernziel war es, die Kooperation mit der Akademie zu intensivieren und eine Plattform für die besten Tiroler Talente zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Vereinsführung haben wir das mittlerweile gut strukturiert, sodass wir für diese Talente die erste Anlaufstelle sind. Langfristig ist die dritte Liga (Regionalliga West) das Ziel, da uns dort stärkere Gegner erwarten und wir auch außerhalb Tirols gefordert werden. Dadurch verkleinert sich die Lücke zu den Profis erheblich. Heuer gab es einen kleinen Generationenwechsel mit noch jüngeren Spielern, aber unser Anspruch bleibt: Wir haben die besten Talente Tirols im Kader und wollen unbedingt in die dritte Liga, um den Anschluss an die Bundesliga-Mannschaft zu verkürzen.

WSG Tirol: Nach dem Sieg gegen Zams seid ihr weiterhin im Cup vertreten. Welchen Stellenwert hat der Wettbewerb für euch?

Manuel Ludwiger: Der Cup ist für uns keineswegs ein Nebenschauplatz. Er bietet ein ganz eigenes, lässiges Gefühl, da man sich in Pflichtspielen mit Teams aus der Regionalliga West messen kann. Wir standen nun zweimal hintereinander im Halbfinale und wollen auch dieses Jahr so weit wie möglich kommen. Als Sportler will man jedes Spiel gewinnen und die Motivation, sich mit Mannschaften außerhalb der eigenen Liga zu messen, ist riesig.

WSG Tirol: Ist es vor allem Vorfreude, die du in der Mannschaft spürst, oder ist schon auch ein gewisser Druck gegeben, gerade für so eine junge Mannschaft?

Manuel Ludwiger: Für so junge Spieler ist es natürlich oft das erste Mal in ihrem Leben, dass es so wirklich um was geht. Wir haben sie in der Vorbereitung gezielt darauf vorbereitet, worauf es in solchen „Finalspielen“ ankommt. Dennoch darf man den Hauptfokus nicht verlieren: die Freude am Fußballspielen und den Spaß daran, jede Woche Vollgas zu geben. Auch wenn es wie eine Floskel klingt: Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und jede Aufgabe so gut wie möglich bestreiten. Wir können den Wunsch, nach oben zu kommen, nicht ausblenden, aber am Ende zählt die Leistung, die wir Woche für Woche abrufen. Wenn uns das gelingt, bin ich felsenfest überzeugt, dass wir ein erfolgreiches Frühjahr erleben werden.

WSG Tirol: Im Winter gab es zwei Abgänge, aber keine Winter-Neuzugänge. Wie wichtig ist zudem die Balance zwischen den jungen Spielern und den (Jung)-Profis, die von oben dazustoßen?

Manuel Ludwiger: Unser Kader besteht aus 20 Feldspielern und drei Torhütern, ergänzt durch jene Profis, die bei uns Spielpraxis sammeln. Das ist für eine zweite Mannschaft völlig normal. Die (Jung)-Profis sind bei uns herzlich willkommen und werden nicht nur „geduldet“, sondern verstärken uns massiv. Gleichzeitig müssen sich unsere Spieler im Training durchsetzen – es findet eine gesunde Selektion statt und wir bringen immer die besten Elf auf den Platz. Wir haben einen hervorragenden Pool aus jungen Tirolern, die sich teilweise schon aus der Akademie kennen. Dass Spieler, die bereits oben mittrainieren, bei uns in der vierten Liga Verantwortung übernehmen, sehe ich als Privileg und als großartige Plattform für deren Entwicklung.

WSG Tirol: Du hast bei uns im Verein als U9-Trainer begonnen, bist mittlerweile Cheftrainer unserer Juniors, Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft und bist jetzt in die UEFA Pro-Lizenz aufgenommen worden. Welche Bedeutung hat das zum einen für dich, aber auch für den Verein?

Manuel Ludwiger: Ich bin nun in meinem zehnten Jahr bei der WSG. Begonnen habe ich als U9-Trainer, war dann fünf Jahre bei der U16, bis mich Thomas Silberberger als Co-Trainer zu den Profis hochgezogen hat. Für mich persönlich ist es extrem lässig, dieses Vertrauen vom Verein zu spüren. Es zeichnet die „WSG-Familie“ aus, dass man auf die eigenen Leute schaut und ihnen eine Plattform zur Entwicklung bietet. Ich bin Stefan Köck, Robert Tomsche und natürlich auch Thomas Silberberger und Philipp Semlic sehr dankbar, dass ich diesen Weg gehen durfte und darf. Dass es nun mit der Aufnahme zur Pro-Lizenz geklappt hat, ist auch eine tolle Werbung für den Verein. Es zeigt, dass bei der WSG Tirol nicht nur Spieler, sondern auch Trainer wachsen können. Das ist nicht selbstverständlich und ich schätze es sehr, mich hier jeden Tag beweisen zu dürfen.

WSG Tirol: Abschließend der Blick auf das Wochenende: Was erwartet euch gegen Silz/Mötz?

Manuel Ludwiger: Die SPG Silz/Mötz ist eine Mannschaft mit hoher individueller Qualität. Einige Spieler verfügen über jahrelange Erfahrung in der Regionalliga West. Vor allem in der Offensive haben sie enormen Speed, den wir unterdrücken müssen. Wir kennen unsere Qualitäten, wissen aber auch, dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen. Auch wenn sie nur wenige Vorbereitungsspiele hatten und ihr Cupspiel unter der Woche abgesagt wurde, wird es ein echter Härtetest. Wir werden alles daransetzen, die ersten drei Punkte des Frühjahrs einzufahren.

WSG Tirol: Danke für das Gespräch!

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