16. Sep. 2021

WSG will Graz ungeschlagen verlassen

Die WSG Tirol trifft in der achten Runde zur ADMIRAL-Bundesliga auf Sturm Graz. Der Dritte des Vorjahres hat sich nach sieben Spieltagen als erster Jäger von Serienmeister Red Bull Salzburg etabliert. Im Vorjahr gab es für die Elf von Thomas Silberberger gegen die Steirer wenig zu holen. Das soll sich am Sonntag ändern. Am Mittwoch (20:25 Uhr) wartet im ÖFB-Cup der GAK.

Zu Beginn der heurigen Punktejagd setzte es für die Grazer eine Niederlage. 1:3 gegen Red Bull Salzburg. An den restlichen sechs Spieltagen fettete die Elf von Coach Christian Ilzer ihr Punktkonto auf – vier Mal holte man drei Zähler, zwei Mal einen. Zuletzt wurde der Aufsteiger aus Klagenfurt last minute bezwungen. Mit 14 Zählern liegen die Steirer, die im Vorjahr punktgleich mit Vizemeister Rapid Wien Platz drei belegten, in der aktuellen Tabelle auf Platz zwei, sieben Punkte hinter Tabellenführer Salzburg, drei vor Ried und neun vor der WSG Tirol. Mit 16 geschossenen Toren haben die Grazer die, mit Respektabstand zum Rest der Liga, zweitgefährlichste Offensive. Mit zehn Gegentoren befindet man sich defensiv im Mittelfeld der 12er-Liga.  
Mittendrin statt nur dabei: Kelvin Yeboah. Der 21-jährige Italo-Ghanaer, der im Vorjahr von Wattens nach Graz wechselte, erzielte vier der 16 Steirer-Tore. Ihn allein zu neutralisieren, reicht aber vermutlich nicht, zumal auch Manprit Sarkaria, Jakob Jantscher, Jan Gorenc Stankovic und Otar Kiteishvili jederzeit für Tore gut sind. Die Marschrichtung für die WSG ist deshalb klar: hinten Fehler vermeiden, vorne treffen. Mit einer ähnlichen Topleistung wie gegen Salzburg zuletzt sind für die remiserprobte Silberberger-Elf auch in Graz Punkte möglich, vielleicht sogar der erste Sieg.  
Nach der Sturm-Partie bleibt die WSG bis Mittwoch in der Steiermark, wo der Zweitrundenauftritt im Uniqa ÖFB-Cup gegen den GAK am Programm steht. „Wenn wir dann am Donnerstag Graz ungeschlagen verlassen, haben wir alles richtiggemacht“, umschreibt WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger das definierte Ziel.         

Was Sie wissen sollten, um am Ball zu sein:  

-        Good guys/bad guys:   Sowohl Sturm Graz als auch die WSG Tirol sahen in den ersten sieben Meisterschaftsrunden zusammengezählt je sechs Mal Gelb – nach Rapid Wien und Ried mit je fünf die wenigsten.  Gelb-Rot oder Rot war bei keinem der beiden Teams dabei. Der bad guy der Liga ist Austria Klagenfurt, der es in den ersten sieben Runden bereits auf sieben Mal Gelb, einmal Gelb-Rot und vier Mal Rot brachte.   

-        Topscorer:   Mit bislang sieben Scorerpunkten (5 Vorlagen / 2 Treffer) ist Jakob Jantscher auch in diesem Spieljahr das Sturm-Maß aller Dinge. Sein Tiroler Gegenüber heißt Tobias Anselm. Der 21-Jährige brachte es bislang auf vier Scorerpunkte (3 Vorlagen / 1 Treffer).   

-        Frühstarter vs. Spätzünder:   Die Ilzer-Elf erzielte neun ihrer 16 Tore in den Viertelstunden vor Seitenwechsel oder Ende des Spiels und erhielt sechs der zehn Gegentore in der letzten halben Stunde. Die Silberberger-Elf erzielte vier ihrer sieben Tore in den 15 Minuten nach Ankick oder Seitenwechsel. Sieben der zehn Gegentore bekam die WSG im letzten Drittel einer Halbzeit.      

 

WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger auf die Frage, …  

… was seine Elf anders machen muss, um in Graz zu punkten:   „Die Gegentore fallen oft einfach zu billig. Da vergessen wir die Prinzipien im Spiel gegen den Ball. Ich hab‘ heute der Mannschaft ein paar Sequenzen von unseren Auftritten in den letzten Jahren gezeigt, wie man gegen Sturm Graz spielen kann. Da sieht man ganz klar, dass wir im letzten Drittel viel konkreter werden müssen. Wir kommen relativ gut bis zwanzig Meter vor dem Tor, treffen dann aber die falsche Entscheidung. Wir müssen auch einmal etwas erzwingen – dann können wir in Graz punkten.“  

… ob ihn die Tabellensituation beunruhigt:   „Man muss sich nur die Tabelle anschauen. Der Viertplatzierte hat acht Punkte, der Letzte fünf. Da sind acht Mannschaft innerhalb von drei Zählern. Wir wissen, dass wir mehr Punkte haben müssten und jetzt punkten müssen, damit der Bus nicht ohne uns abfährt. Natürlich wäre ein Sieg bei Sturm Graz überragend, weil man damit vermutlich fünf oder sechs Plätze in der Tabelle gutmachen kann. Nach sieben Runden am Tabellenende zu stehen, ist kein angenehmes Gefühl - Panik habe ich aber noch keine.“

… ob sich Sturm Graz und ein WSG-Sieg rein statistisch betrachtet nicht sogar ausschließen:   „Sturm ist für uns offensichtlich der schwierigste Gegner. Bis jetzt haben wir nur ein Unentschieden erreicht. Sturm ist eine österreichische Topmannschaft, die sich europäisch qualifiziert hat, mit extrem guten Schlüsselspielern und – seit Ilzer übernommen hat – mit einer klaren Spielphilosophie. Sie haben einen eingespielten Kader, der im Sommer nur adaptiv verändert wurde. Wir könnten mit einem Punkt bei Sturm sicher gut leben. Unser Ziel ist es, Graz ungeschlagen zu verlassen. Weil wir ja nach der Sturm-Partie in Graz bleiben und am Mittwoch im ÖFB-Cup gegen den GAK spielen. Wenn wir dann am Donnerstag Graz ungeschlagen verlassen, haben wir alles richtiggemacht: gegen Sturm gepunktet und im ÖFB-Cup eine Runde weiter.“   

 

Felix Bacher auf die Frage, …

… ob er sich nach der starken Vorstellung gegen Salzburg in der der Bundesliga angekommen fühlt:   „Ja klar, auch wenn ich glaube, dass es mit der Anzahl der Spiele und Einsatzminuten noch besser und leichter werden wird. Aber angekommen bin ich. Ich bin ja auch von der Mannschaft super aufgenommen worden.“

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