13. Dez. 2020

Famose WSG fertigt Rapid ab

Kollektiver Kraftakt! Die WSG Swarovski Tirol surft auch in Hütteldorf weiter auf der Erfolgswelle. Die Silberberger-Elf feierte beim 3:0-Sieg über den Rekordmeister schon elf Tage vor Heiligabend Bescherung.

Die Favoritenrolle vor dem Spiel war mit Blick auf das nackte Zahlenwerk eigentlich klar vergeben. Auf der einen Seite der Rekordmeister. Der Tabellendritte. Mit einem Marktwert, der laut transfermarkt.at bei 33,83 Mio. Euro liegt. Jene Mannschaft, für die es im Regelfall schon als Niederlage gilt, hinter RB Salzburg Vize zu werden. Auf der anderen Seite der ‚Absteiger‘. Der aktuelle Tabellensechste. Mit einem Marktwert, der laut transfermarkt.at (noch) bei rund einem Fünftel von jenem in Wien-Hütteldorf liegen soll. Jene Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf weit über den Erwartungen spielt. 

Diesem Zahlenwerk gegenüber stand die aktuelle Form. Rapid mit nur einem Sieg aus den letzten vier Runden, das enttäuschende Aus in der Europa-League nach wie vor in den Köpfen. Die WSG mit drei Siegen in den vergangenen vier Spielen, vom 4:1-Erfolg zuletzt gegen den WAC noch euphorisiert. Spannung schien also garantiert.

Rapid rotierte

Auch beim Blick auf die Aufstellungen. Die Wiener mit sechs Neuen in der Startelf im Vergleich zum missglückten ‚Europa-League-Endspiel‘ gegen Molde FK, die Tiroler mit dem exakt gleichen Personal wie zuletzt.

Den besseren Start erwischte – wie so oft in diesem Spieljahr – die eingespielte WSG. Nach knapp fünf Minuten, in denen Dedic & Co. Ball und Gegner laufen ließen, der erste Eckball – und das erste Tor. David Schnegg (5.) verwertete den als Schuss getarnten Traumpass von Florian Rieder im Stile eines Torjägers zum 1:0 – das zweite Bundesligator des U21-Teamspielers. Rapid-Goalie Paul Gartler ohne Chance. Nur zwei Minuten später die nächste Möglichkeit. Zlatko Dedic (7.) bekommt den Ball nicht unter Kontrolle. Der Rekordmeister? Bis dahin bemüht, aber nahezu chancenlos. Im Gegensatz zur WSG, die auch die zweite Ecke von links nutzte, um zuzuschlagen. Ein Abziehbild des ersten Treffers. Der kurz abgespielte Eckball kam über Nemanja Celic zu Thanos Petsos (29.) – und drin war das Ding. Der erste Saisontreffer des Ex-Rapidlers ausgerechnet in Hütteldorf. Die WSG nach einer halben Stunde mit zwei Toren vorne. Ein Zwischenstand, der verdient war und bis zur Pause hielt. Weil die Viererkette von „Kulttrainer“ Thomas Silberberger (Originalton ORF-Reporter Martin Lang) kaum Löcher zeigte und Keeper Ferdinand Oswald die einzige Möglichkeit der Hütteldorfer (39., Fountas) entschärfte.  

In der Halbzeitpause warf Rapid-Coach Didi Kühbauer neuerlich die Rotationsmaschine an. Mit Mateo Barac (für Sonnleitner), Kelvin Arase (für Ibrahimoglu) und Ercan Kara (für Demir) korrigierte Don Didi seine Startelf, ohne damit eine Ergebniskorrektur zu betreiben. Vielmehr hatte die WSG, bei der nach einer Tätlichkeit von Filip Stojkovic an Rieder über 40 Minuten lang ein Mann mehr im Spiel war, zahlreiche Möglichkeiten, die ebenso komfortable wie sensationelle Führung noch weiter auszubauen. Aber Fabian Koch (52.) und Rieder (54.) scheiterten an Aluminium, Schnegg (58.) und Kelvin Yeboah (69.) an Gartler. Wie auch Nikolai Baden Frederiksen, wenige Minuten vorher ins Spiel gekommen, mit seiner ersten Chance (88.). Die zweite des von Juventus ausgeliehenen 20-jährigen Dänen saß. Das 3:0 in Minute 90 als Schlusspunkt in einem sensationellen Auftritt, den die Silberberger-Elf am Ende sogar noch höher hätte gewinnen können. Der vierte Sieg für Oswald & Co. aus den letzten fünf Spielen. Eine famose Momentaufnahme, die den Kultfaktor vom Coach vermutlich weiter steigen lässt.         

Am kommenden Sonntag (20.12.) kommt die SV Ried zum WSG-Jahresausklang auf das Innsbrucker Tivoli. Der Ankick zur Partie ist um 14:30 Uhr. David Gugganig ist nach der fünften gelben Karte leider nicht mit im Spiel.            

 

SK Rapid Wien - WSG Swarovski Tirol 0:3 (0:2)
Allianz Arena | Schiedsrichter Markus HAMETER

Tore: Schnegg (5.), Petsos (29.), Frederiksen (90.)

Rote Karte: Stojkovic (49.)

 

Rapid spielte:

Paul GARTLER; Maximilian ULLMANN, Leo GREIML, Mario SONNLEITNER (46. Mateo BARAC), Filip STOJKOVIC; Melih IBRAHIMOGLU (46. Kelvin ARASE), Lion SCHUSTER, Thorsten SCHICK, Yusuf DEMIR (46. Ercan KARA), Marcel RITZMAIER (62. Srdjan GRAHOVAC); Taxiarchis FOUNTAS.     

Die WSG spielte:

Ferdinand OSWALD; Fabian KOCH, Raffael BEHOUNEK, David GUGGANIG (76. Stefan HAGER), David SCHNEGG (85. Nikolai Baden FREDERIKSEN); Žan ROGELJ, Thanos PETSOS (55. Renny Piers SMITH), Nemanja CELIC, Florian RIEDER (55. Johannes NASCHBERGER); Kelvin YEBOAH, Zlatko DEDIC (85. Tobias ANSELM). 

   

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): „Ein cooler Auftritt, ein richtiger Traumauftritt. Mit der schnellen Führung im Rücken haben wir uns Rapid hergerichtet. In der ersten Halbzeit waren wir cool. Nach der Pause war uns bewusst, dass Rapid all-in gehen wird. Deshalb haben wir uns vorgenommen, ihnen gleich den Stecker zu ziehen. Sie haben ihn sich dann mit der roten Karte selbst gezogen. Am Ende hätten wir noch viel höher gewinnen können. Da waren ja einige Umschaltsituationen dabei, zwei Lattenschüsse. Rapid hatte in jeder Hälfte nur eine Chance.“

Nemanja Celic:  „Im Gegensatz zum letzten Spiel (Anm.: WAC) sind wir in der 2. Hälfte besser ins Spiel gekommen, haben alles umgesetzt, was wir wollten und ließen uns nicht aus der Ruhe bringen.“

David Schnegg:  „Wir sind besser ins Spiel gekommen als Rapid, haben die Zweikämpfe und die zweiten Bälle gewonnen. Wir haben gut in die Tiefe gespielt und die Tiefe gut verteidigt. Wir waren in der ersten Halbzeit in allen Belangen besser. Bis auf die zwei Chancen haben wir nichts zugelassen. Ich glaube schon, dass wir ein wenig über den Erwartungen spielen. Unser Ziel ist aber nach wie vor nicht abzusteigen.“

Tobias Anselm:  „Es war heute eine super Mannschaftsleistung. Auch die Widerstände in der 2. Halbzeit haben wir als Mannschaft gemeistert. Die Richtung stimmt.“

 

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