02. Apr. 2022

Ogrinec hält starke WSG auf Kurs

1:0. Die WSG Tirol feiert in der 25. Runde zur ADMIRAL Bundesliga einen extrem wichtigen Auswärtssieg beim TSV Hartberg. Sandi Ogrinec wird mit seinem Bundesligapremierentreffer zum Matchwinner.

„Die WSG ist immer eine Wundertüte – mal hü, mal hott“, fachsimpelte SKY-Experte Martin Stranzl vor dem Spiel im TV-Studio, „da ist immer etwas los.“ Wenn’s sein muss ‚verwundert‘ man in Tirol mitunter auch schon vor der Partie. WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger schickte gegen Tabellennachbar Hartberg im Vergleich zur Nullnummer aus der Vorwoche nämlich gleich fünf neue Startelfspieler aufs Feld. Mit adaptiertem Spielsystem (4-2-3-1), ohne Giacomo Vrioni. Der Italo-Albaner bekam nach seinem Ausflug zum albanischen Team die Bezeichnung ‚Edeljoker‘ verpasst. Für den 23-Jährigen stürmte Thomas Sabitzer (21) von Anpfiff an. Hinter dem gebürtigen Steirer überraschten die Tiroler mit Sandi Ogrinec auf der ‚10‘.

Bundesligapremiere für Ogrinec
Ein Goldgriff von Silberberger, wie sich bereits nach acht Spielminuten zeigte. Denn der 23-jährige Slowene, schon bei seinem vorigen Verein, NK Bravo, oft hinter der Spitze agierend, erzielte nach herrlichem Zuspiel von Kofi Schulz das frühe 1:0 – das erste Bundesligator von Ogrinec, ein wichtiges obendrein. Und fast hätte der Tiroler Winterneuzugang nach rund 16 Minuten sogar nachgelegt. Seinen Schuss konnte Rene Swete im Tor der Hartberger aber zur Ecke entschärfen.
Die Tiroler waren eindeutig am Drücker und drückten weiter. Nur eine Minute später hatte Dominik Stumberger (18.) die Chance aufs 2:0 aus elf Metern – sein Schussversuch ging aber klar übers Tor. Hartberg wankte - und hatte zudem Glück, dass es nach zwei weiteren Möglichkeiten durch Tim Prica, einmal per Fuß (24.), einmal per Kopf (28.), bei der knappen Führung für die Gäste blieb. 0:9 lautete die Schussbilanz nach einer halben Stunde zugunsten der WSG.

Flugshow von Oswald
Hartberg bis dahin offensiv nicht vorhanden. Dafür hatte es der erste Abschluss der Oststeirer in sich. Beim Freistoß von Tobias Kainz (34.) musste Ferdinand Oswald alles aufbieten, was an Flugkraft in ihm steckt, um den ersten Hartberger Treffer nach zuletzt 513 torlosen Bundesligaminuten zu verhindern. Eine Momentaufnahme, die die einzige Chance des Tabellenvierten vor dem Seitenwechsel blieb. Weil Bror Blume (37./44.) und Prica (40./41.) noch weitere Möglichkeiten vorfanden, ging’s mit einem Torschussverhältnis von 1:13 in die Pause.
Nach Wiederanpfiff erwischte Hartberg den etwas besseren Start. Nach einer Chance von Thomas Kofler (55., nach einer Ecke per Kopf völlig freistehend am Tor vorbei) und einer von Seth Paintsil (58., im Fünfmeterraum per Kopf über das Tor) war es aber abermals Orginec (60.), der für das Gefahrenmoment mit Gänsehaut sorgte. Beim Schussversuch aus sieben Metern Entfernung rutschte dem 23-Jährigen das Spielgerät allerdings über den Rist. Eine Riesenchance, die eigentlich das 2:0 hätte bedeuten müssen. Ebenso wie jene, die Vrioni (72.) wenige Minuten später hatte. Die personifizierte Torgarantie, in Minute 58 für Sabitzer ins Spiel gekommen und in Minute 70 bereits mit zwei Möglichkeiten auf Saisontor Nummer 11 gescheitert, sprintete nach einem Pressball mit Jürgen Heil alleine auf Swete zog und schlenzte den Ball, für ihn unüblich, links am Tor vorbei.

Vier Punkte Vorsprung
Weil auch Okan Aydin fünf Minuten vor dem Ende die bis dahin beste Möglichkeit der Steirer vergab und Phillip Sturm (88.) mit der letzten Chance im Spiel das Tor verfehlte, blieb‘s beim wichtigen und verdienten 1:0-Erfolg für die WSG. Nach 94 Spielminuten pfiff Schiedsrichter Markus Hameter die Partie ab.
Ob die Wattener Wundertüte für Stranzl letztlich hü war oder doch hott: egal. Was zählt ist, dass der Abstand auf Schlusslicht Altach vor dem direkten Duell am kommenden Samstag (17 Uhr, Tivoli) auf beruhigende(re) vier Punkte angewachsen ist.    

TSV Egger Glas Hartberg - WSG Tirol 0:1 (0:1)
2. April 2022 | Profertil Arena Hartberg | Schiedsrichter Markus HAMETER
Tor: Ogrinec (8.)

         
TSV Hartberg spielte:
Rene SWETE; Thomas KOFLER (80. Matija HORVAT), Manfred GOLLNER, Michael STEINWENDER, Patrick  FARKAS (61. Philipp ERHART); Hamacire Youba DIARRA; Tobias KAINZ (46. Phillip STURM), Jürgen HEIL; Seth PAINTSIL (73. Okan AYDIN), Noel NIEMANN (61. Marc Andre SCHMERBÖCK); Dario TADIC.                

WSG Tirol spielte:
Ferdinand OSWALD; Kofi SCHULZ (64. Felix BACHER), Dominik STUMBERGER, Raffael BEHOUNEK, Fabian KOCH; Bror BLUME, Valentino MÜLLER; Tim PRICA (64. Julius ERTLTHALER), Sandi OGRINEC (76. Denis TOMIC), Zan ROGELJ; Thomas SABITZER (58. Giacomo VRIONI).   

 

Stimme zum Spiel:

Thomas Silberberger (WSG-Cheftrainer): „Ich bin heute extrem zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Es ist zwar das gleiche Ergebnis wie vor vier Wochen, war aber ein komplett anderes Match. Wir haben es leider verpasst, bereits vor der Halbzeit mit 3:0 in Führung zu gehen. Dann hatten wir in der zweiten Halbzeit den Megasitzer von Vrioni, die Chance von Ogrinec und den Sitzer von Tomic. Weil wir es verabsäumt haben, Hartberg frühzeitig zu besiegen, blieb es bis zum Schluss eng. Ein Pauschallob an meine Mannschaft. Jeder ist für jeden gegrätscht, jeder hat für jeden Meter gemacht. Die Stimmung in der Kabine war danach dementsprechend gut.“ 

 

Fotonachweis: GEPA pictures  

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