02. Jun. 2020

Von allen guten Geistern verlassen: Fehlstart der WSG

Zwei Schocks innerhalb weniger Tage waren offenbar doch zuviel für die Wattener Jungs: Gegen St. Pölten setzte es zum Auftakt der Qualifikationsrunde eine bittere 0:5-Niederlage.

Erst der Ausfall von Lukas Grgic, der sich derzeit daheim in Oberösterreich von einer Blinddarm-OP erholt, dann der Unfall von Trainer Thomas Silberberger, der sich eine komplizierte Unterschenkel-Fraktur zuzog – allem Anschein nach zeigten die Ausfälle so knapp vor Beginn der Qualifikationsrunde doch mehr Wirkung als befürchtet, schwächten sie die Mannschaft vor allem mental.

Anders ist das Auseinanderbröckeln der WSG-Defensive im Heimspiel gegen St. Pölten kaum zu erklären, das letztlich zu einer in diesem Ausmaß niemals erahnten 0:5-Pleite führte. Dabei war gerade die Abwehrreihe zuletzt das Schmuckstück der Tiroler: Nach überaus soliden Auftritten in den ersten Bundesliga-Partien des Jahres sowie im Test gegen Meister Salzburg erwies sie sich diesmal als allzu fehleranfällig und lückenhaft.

Damit fehlte die Basis für einen vernünftigen Spielaufbau und den Spitzen die Gelegenheit, sich in Szene zu setzen. Gerade einmal fünf Minuten lang vermochten die Hausherren im leeren Tivoli-Stadion Druck zu erzeugen, kamen da auch zu zwei Eckbällen, die ihre einzigen im gesamten Match bleiben sollten.

Bereits in der 6. Spielminute war die WSG-Elf im Geisterspiel von allen guten Geistern verlassen, besorgte Schulz das 1:0, dem Burke in der 10. und 15. Minute seine ersten beiden Treffer folgen ließ. Dieser hohe Rückstand nach kurzer Zeit hinterließ die Heimmannschaft konsterniert, von diesem brutalen Eisbad bei sommerlichen Temperaturen vermochte sie sich nicht mehr zu erholen. Auch die Schlusspunkte beanspruchten also die Gäste für sich: Cory Burke vollendete in der 55. Minute den Hattrick zum 4:0, Messerer (76.) setzte das 5:0 drauf.

Für die WSG Tirol geht es am Samstag in Altach (17 Uhr) um Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung.

"Lieber einmal 0:5 als fünf Mal 0:1..."

Sportdirektor Stefan Köck: "Eine Riesen-Enttäuschung, das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Natürlich war das ein ganz schlechter Start durch individuelle Fehler. Trotzdem hätten wir noch 80 Minuten gehabt, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen. Aber wir haben heute nichts von dem auf den Platz gebracht, was wir uns erwartet und vorgenommen haben. Aggressivität, Zweikampf, Sprintvermögen – alles zu behäbig. So kann man nicht Fußball spielen, so kann man kein Spiel gewinnen. Ich hoffe, das war die Watsch'n zur rechten Zeit. Ich hätte sie mir allerdings lieber erspart."

Zlatko Dedic:  "Das  Ergebnis ist ganz schlecht für uns! Wir haben nicht das gemacht, was uns normalerweise stark macht. Unsere Aggressivität, unsere Spielweise waren heute nicht da. Dadurch ist das Ergebnis dann so ausgefallen!"

Benjamin Pranter: "Ein brutal bitterer Start. Heute ist wieder alles gegen uns gelaufen. Wir haben eigentlich gut hineingefunden und sind dann mit zwei individuellen Fehler auf die Verliererstraße geraten. So geht das Spiel dann halt 0:5 aus. Aber mir ist lieber, wir verlieren einmal 0:5 als fünf Mal 0:1. Wir werden die Lehren daraus ziehen und es in den nächsten Spielen sich besser machen."

Stefan Hager: "Wir haben uns das heute natürlich ganz anders vorgestellt. Bitter, dass wir so schnelle Gegentore bekommen haben, die wir uns teilweise selber geschossen haben. Jetzt können wir es eh nicht mehr ändern und müssen uns fürs nächste Spiel aufrichten. Da bleibt nicht viel Zeit, aber wir werden es besser machen."

Florian Rieder: "Durch dumme Eigenfehler waren wir nach 15 Minuten 0:3 hinten. Da ist es dann natürlich schwer, unser Spiel zu spielen. Ein bitterer Tag."

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