03. Dez. 2020

Eurofighter im Anflug

In der zehnten Runde zur Tipico-Bundesliga trifft die WSG Swarovski Tirol am kommenden Sonntag um 14:30 Uhr im Tivoli auf den WAC. WSG-Coach Thommy Silberberger warnt zwar vor Michael Liendl, ist aber zuversichtlich.

So richtig spiegelt die aktuelle Tabelle wohl nicht das tatsächliche Leistungsniveau wider. Zumindest nicht für den WAC. Jene Truppe, die im Vorjahr auf Platz 3 die Liga abschloss - drei Zähler hinter Rapid Wien, zwei vor dem LASK - und mit Sensationssiegen (u.a. 4:0 auswärts gegen Borussia Mönchengladbach) auch in der Europa-League für Furore sorgte. Der Start ins heurige Spieljahr war hingegen ein wenig holprig. Nach neun Runden rangieren die erfolgsverwöhnten Kärntner, die seit Dezember 2019 von Ferdinand Feldhofer betreut werden, in der Tipico-Tabelle unerwartet weit hinten auf Platz sieben – einen Rang hinter der WSG. Was einerseits damit zu tun hat, dass die Kugel für Liendl & Co. zuhause noch nicht so rund läuft wie gewohnt (nur ein Zähler aus vier Heimspielen), andererseits damit, dass sich das Virus zuletzt im WAC-Cluster austobte. Medienberichten zufolge wurden Anfang November weit über 20 VereinsmitarbeiterInnen positiv auf Covid19 getestet. Ein Horror für jeden Trainer, ein Stresstest für jedes Team. Vor allem für eines, das erst im Sommer runderneuert wurde.

WAC 2.0
Nach den Abgängen von Toptorjäger Shon Weissman (Real Valladolid) und Lukas Schmitz (VVV Venlo) wurden zahlreiche Ergänzungen geholt. Neue mit Qualität. Ein Dejan Joveljić (21, Bosnien-Herzegowina) beispielsweise, der leihweise von der Eintracht aus Frankfurt kam und an den ersten acht Spieltagen (die Partie gegen Sturm wurde coronabedingt verschoben) bereits drei Mal ins Schwarze traf. Oder ein Dario Vizinger (22, Kroatien), im Sommer von NK Celje verpflichtet und ebenso schon dreifacher Torschütze. Ein Eliel Peretz (24, Israel), zuletzt bei Hapoel Hadera unter Vertrag. Und Matthäus Taferner (19). Der Youngster gilt als eine der heißesten Aktien an Österreichs Fußballbörse. Nicht neu aber nach wie vor unersetzbar ist hingegen Michael Liendl. Der 35-Jährige ist das Herzstück der Kärntner, Antreiber, Regisseur, Topvorlagengeber (heuer bislang 6) und Goalgetter (heuer bisher 2) in Personalunion. Die WSG ist also gewarnt. Auch deshalb, weil Wolfsberg neun seiner zehn Zähler bislang auf fremden Plätzen holte - von vier Auswärtsspielen wurden drei gewonnen. Nichtsdestotrotz glaubt Silberberger, dass für sein Team nach den starken Auftritten zuletzt gegen St. Pölten, Admira und Sturm auch gegen die Kärntner Eurofighter Punkte drinnen sind. Schließlich gilt es eine Serie zu verteidigen. In der Tipico Bundesliga ging gegen den WAC noch kein Spiel verloren. Die Partie am Tivoli wird am kommenden Sonntag um 14:30 Uhr angepfiffen. Bei den Tirolern sind alle Mann mit im Boot.         

 

WSG Swarovski Tirol – Wolfsberger AC
Sonntag, 6. Dezember 2020 | 14.30 Uhr | Tivoli | live auf Sky


WSG-Coach Thomas Silberberger über …

… den WAC: „Eine unangenehme Mannschaft, die über sehr viel Spielstärke verfügt. Sie surfen seit zwei Jahren auf einer Erfolgswelle, haben ein starkes Team und sind schwer zu bespielen – obwohl wir in der Tipico Bundesliga gegen sie noch nicht verloren haben. Wir hoffen, dass sie am Sonntag noch die Strapazen von Moskau (Anm.: Europa-League-Partie gegen ZSKA) spüren. Auch gegen Ried hatten sie zuletzt zum Ende der Partie hin aufgrund der Corona-Geschichte und der Mehrfachbelastung Probleme hinsichtlich Tempo und Kondition.“

… über Michael Liendl: „Er ist das Um und Auf dieser Mannschaft. Liendl hatte heuer bewerbsübergreifend bei 22 Saisontoren 17 Mal seine Beine im Spiel. Der für mich derzeit beste Mittelfeldspieler in Österreich. Ihn gilt es in Schach zu halten. Es gibt zwar keine Manndeckung, aber er erhält besondere Aufmerksamkeit.“ 

… den WAC ohne Liendl: „ Liendl ist zwar nicht der WAC, aber wenn man sich die Statistik anschaut, dann ist der WAC fast nur Liendl. Taferner hin, Taferner her – die leben alle von Liendl. Wenn er nicht am Platz ist, ist der WAC um keinen Deut besser als wir.“

… Vor- bzw. Nachteil, dass der WAC noch in der Europa-League im Einsatz ist:  „ Natürlich kann es auch ein Nachteil sein, wenn sie in Moskau gewinnen. Aber die Müdigkeit lässt sich nicht einfach wegschütteln – auch nicht mit Euphorie. Der WAC spielt heute um 19 Uhr in Moskau, kommt morgen irgendwann retour und steht am Sonntag um 14:30 Uhr schon wieder am Tivoli. Ich glaube schon, dass das zum Faktor werden kann.“

… die Verarbeitung der unglücklichen Niederlage in Graz: „Die Mannschaft hat das gut weggesteckt. Wir haben zwei sehr gute Trainingstage hinter uns. Wir haben in Graz viel Gutes gesehen, allerdings waren wir im letzten Drittel zu schlampig und beim Gegentor zu passiv. Das waren die zehn Minuten, in denen wir das Spiel verloren haben. Ansonsten war der Auftritt ein sehr guter. Die Mannschaft weiß, dass die Form stimmt.“ 

… die taktische Ausrichtung für Sonntag: „Die letzten Leistungen waren ok, auch wenn wir bei Sturm leer ausgegangen sind. Auf diesen Leistungen wollen wir aufbauen und den Sonntag erfolgreich gestalten. Wir werden sicher wieder zu Topchancen kommen, müssen sie aber endlich auch verwerten. Wir spielen wieder im 4-4-2-Mantel, offensiv und defensiv wie immer.“

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